Städte und Dörfer


Diese Seite beschäftigt sich mit Städten und Dörfern sowie Bauwerken bzw. Sehenswürdigkeiten dieser Ortschaften, kurz das was unsere Umgebung maßgebend prägt. Viele der Orte die wir hier mit geschichtlichen Informationen und Bildern sozusagen "vorstellen" gibt es schon lange Zeit, wofür es noch so manche bauliche Zeitzeugen und Überbleibsel gibt. Natürlich sind das alles subjektive Blickwinkel, sowohl die Bilder, welche beim Besuch der Orte entstanden, als auch die Informationstexte. Besonders schwierig ist es, die teils sehr umfangreiche Geschichte einiger Städte kurz und knapp wieder zu geben. Dazu bedarf es gelegentlich des Kompromisses, einzelne Ereignisse kurz zu fassen oder auch nicht zu erwähnen, die uns als weniger relevant erscheinen. Letztlich ist es unser Ziel lediglich einen Überblick über die jeweilige Ortsgeschichte zu geben, auch wenn das Ergebnis der Recherchen so manches Mal über dieses Ziel hinaus reicht.
Bevor es nun ins Detail geht, sei noch vorweggenommen, dass wir - aus eben genanntem Grund - auch nicht in jedem Text auf die Schäden und Veränderungen eingehen, die speziell der zweite Weltkrieg zur Folge hatte. Aus dem Geschichtsunterricht und einer ganzen Reihe von TV-Dokumentationen ist sicher bestens bekannt, dass die immensen Zerstörungen das Bild vieler Orte, vor allem das der größeren Städte nachhaltig verändert hat...


          - Städte + Dörfer (mit Sehenswürdigkeit / Bauwerk)
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Aschach - in Vorbereitung
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Bad Kissingen (und Burgruine Botenlauben)
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Staatsbad Bad Kissingen                                                                                     
(Text: Sabrina, Stand: 05. Mai 2010)

Bad Kissingen liegt im Talkessel an der Fränkischen Saale umgeben von mehreren Bergen.
Dieser Kurort in Unterfranken wurde erstmals im Jahre 801 als "chizziche" urkundlich erwähnt. 1883 erhebt
Ludwig II., König von Bayern Kissingen zum „Bad Kissingen“ Um 823 fand man die ersten Salzquellen um die
Siedlung, was im 19.Jh. dazu führte, dass Majestäten und Exzellenzen aus der ganzen Welt hier kurten. Zum
Beispiel Zar Alexander II. von Russland und Zarin Marie, Kaiser Franz Josef I. von Österreich und Kaiserin
Elisabeth, oder König Ludwig III. von Bayern. Aber auch ungekrönte Prominente gesellten sich unter die
Kurgäste, so sind  unter anderen Theodor Fontane, Richard Strauss und Neil Armstrong zu nennen.
1220 zog der Minnesänger Otto von Botenlauben mit seiner Gemahlin Beatrix auf der Burg zu Bad Kissingen
ein, die Ruine ist heute noch als „Burg Botenlauben“ bekannt. Einmal im Jahr finden dort mittelalterliche
Festspiele statt. Um 1350 wurde Kissingens Stadtmauer errichtet, heute sieht man davon nur noch den
Feuerturm und Teile der Mauer am Eisenstädter Platz. In den Jahren 1767-1772 entstand die Obere Saline.
Der Gradierbau kann heute noch besucht werden.
Im 18. Jh. wirkte Balthasar Neumann bei der Gestaltung des Stadtkerns, des Kurgartens und entdeckte weitere
Heilquellen. 1871 wurde die Bahnlinie Schweinfurt – Bad Kissingen eröffnet was die Anreise der Kurgäste
erleichterte. 1924 wurde der Anschluss nach Kissingen um die Eisenbahnlinie Hammelburg – Bad Kissingen
erweitert. Seit 1950 wird Jährlich das „Rakoczyfest“ abgehalten, für Klassikliebhaber finden jedes Jahr der
„Kissinger Sommer“ und der „Kissinger Winter“( Klassische Konzerte) statt.
Jedes Jahr im Frühling beginnt ein Meer von Blütenpracht in jeder Ecke der Stadt. Der Rosengarten und der
Luitpoldpark bieten Möglichkeiten zum Ausruhen und Entspannen. Aber auch in den Wäldern um Kissingen
lohnen sich Spaziergänge, so zum Beispiel zum „Bismarckturm“ oder zum „Wildpark Klaushof“. Von der
Burgruine Botenlauben hat man einen herrlichen Ausblick über die Stadt. Der Regentenbau, die Wandelhalle,
der Luitpoldbau sowie das alte Rathaus sind prachtvolle Gebäude deren Architektur das Stadtbild prägen.

>>> Bad Kissingen 2008 bis 2010



Bu
rgruine Botenlaube zu Bad Kissingen                                                         (Text: Sabrina, Stand: 26. Mai 2011)

Die Botenlaube wurde etwa im 12. Jh. in mehreren Etappen durch verschiedene Familienmitglieder des
Hennebergischen Geschlechts ausgebaut. Der ungewöhnliche Name geht vielleicht auf Boto von Kärnten
zurück, der 1094, aus dem Erbe Herzog Otto's, Weinberge in Aura, Euerdorf und Sulzthal an das Kloster
Theres übergab. Allerdings sind schon vor dem 12. Jh in der Geschichte "Botos" erwähnt. Der Name Boto
heißt soviel wie "Bevollmächtigter", mit –lauben ist wohl ein überdachter Speicher gemeint. Eine genauere
Namensgebung lässt sich nur vermuten.
1151 waren Boppo IV. und Berthold I. im Besitz des Burgenbaurechts und erweiterten die damalige Korn-
speicherruine um Wohnhaus und Nordturm. Boppo VI. und Sophie von Andechs (Ottos Mutter) ließen danach
die Nordburg mit Palas und die Unterkünfte der Burgbewohner erbauen. Graf Otto I. ließ den Rundturm,
das Amtmannshaus und das Zugbrückenhaus in der Südburg sowie das Torhaus und mehrere Pferdeställe in
der Vorburg errichten. Bei Ausgrabungen ist Keramik aus dem 8. und 9. JH in der Nordburg gefunden
worden. Das läßt auf eine Besiedlung des Berges vor der eigentlichen Burg schließen.
Minnesänger, Kreuzfahrer und Klostergründer Graf Otto II. erbte  die Burg, nannte sich ab 1206 "Otto de
Botenlouben". Er heiratete Beatrix von Courtenay-Edessa. Ab 1220 lebte das Paar in der Burg. 1234 wurde
die Burg an das Bistum Würzburg verkauft um das 1231 errichtete Zisterzinserkloster Frauenroth zu
refinanzieren. Der Hochstift Würzburg baute nun die Burgleutewohnungen und den Zwinger aus.
Otto von Botenlauben und seine Frau Beatrix wurden später beide im Kloster zu Frauenroth begraben.
Ottos Minnelieder sind zum Teil noch erhalten und sind in der "Manesse", der "Weingartner Liederhand-
schrift" und den ´"Carmina Burana" aufgezeichnet.
Die fertige Burg diente im 13. und 14. Jh. in mehreren Fehden als Pfand, wechselte immer wieder die Seiten,
wurde 1399 erobert, wieder zurück verliehen und letztendlich im Bauernkrieg durch den "Auraer Haufen"
zerstört, danach aber nie wieder aufgebaut.
Seit 1984 findet jedes Jahr am 3. Septemberwochenende ein großes Mittelalterfest statt, welches der Heimat-
verein Botenlauben veranstaltet. Das Leben Ottos v. Botenlauben und seiner Gemahlin Beatrix ist zentraler
Bestandteil des Festes. Schaukämpfe, Gaukler, Musiker, Zünftemarkt, orientalischer Basar, das Schauspiel von
der Hochzeit des Paares und das große Nachtmysterium am Samstag Abend, laden zum verweilen ein.
2010 haben sich die beiden Darsteller des Paares verabschiedet, viele Jahre lang hatten sie diese Rolle inne,
doch ab 2011 machen sie Platz für Jungvolk. So dürfte sich im Programmablauf 2011 einiges ändern.
Kommet und staunet...wir werden sehen!
Achja, der beschwerliche Weg Bergauf zur Ruine kann umgangen werden, da am Festwochenende Busse vom
Berliner Platz zur Botenlaube und wieder zurück eingesetzt werden. Meistens fahren diese im Halbstundentakt.



>>>
Burgruine Botenlauben


Quelle: Internetpräsenz der Stadt Bad Kissingen
           Internetpräsenz des Burgenverbandes Fränkisches Saaletal
           Informationstafeln auf dem Gelände der Burgruine
           Internetpräsenz der Botenlauben-Festspiele

 
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Berlin, Bundeshauptstadt
                                                                                  (Text: Sabrina, Stand: 27. Mai 2010)

Unsere Hauptstadt ist mit 3,4 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt
Deutschlands. Als wichtiger europäischer Verkehrsknotenpunkt sowie durch Universitäten, Forschungsein-
richtungen und Museen, die international bekannt und geachtet sind, ist Berlin eine der meistbesuchten
Städte Europas. Berlin entstand gegen Ende des 13. Jh. aus den beiden Kaufmannssiedlungen Berlin und
Cölln, wobei Cölln bereits 1237 erwähnt wurde und Berlin erst 1244. 1307 erhalten die beiden Städte ein
gemeinsames Rathaus wo sie nach außen hin als eine Einheit verwaltet wurden.
Berlin besteht aus 12 Bezirken, die in insgesamt 95 Ortsteile unterteilt sind. Bereits vor der Gründung der
Mark Brandenburg (1157) gab es in den heutigen Ortsteilen Spandau und Köpenick slawische Siedlungen.
Der Name Berlin stammt vermutlich von der slawischen Silbe „berl“ ab, die für „Sumpf“ steht. 1411
begann die 500jährige Herrschaft des Hohenzollerngeschlechts. Auf der Spreeinsel in Cölln wurde 1443
der Grundstein für das spätere Berliner Stadtschloss gelegt, welches bis etwa 1716 ständig um- und
ausgebaut wurde.
Seit 1486 wurde das Schloss unter Kurfürst Johann Cicero zur ständigen Residenz der brandenburgischen
Kurfürsten des Hohenzollerngeschlechts. Mitte des 16. Jh. wurde ganz Brandenburg durch eine neue
Kirchenordnung reformiert.
1647 wurde eine Allee zwischen dem Stadtschloss und dem Jagdrevier der Kurfürsten
westlich der Stadt errichtet, die 1770 zur Prachtstraße ausgebaut wurde, heute ist selbige Straße als
„Unter den Linden „ bekannt.
Die Stadt erlitt im Dreißigjährigen Krieg schwere Verluste, zahlreiche Häuser wurden zerstört und die
Einwohnerzahl halbierte sich. Mitte bis Ende des 17. Jh. wurde die Stadt zu einer sternförmigen Festung
ausgebaut und verfolgte Hugenotten aus Frankreich ließen sich nieder, da der Kurfürst in mehreren
Edikten die Einwanderung von Neusiedlern und Glaubensflüchtlingen erleichterte. Wirtschaft und Handel
erblühten durch die zahlreichen Einwanderer.
1701 wurde Berlin zur königlichen Residenzstadt, durch Krönung des Kurfürsten Friedrich III. zum König
Friedrich I. in Preußen.
1717 wurde in Berlin die Schulpflicht eingeführt und 1727 entsteht an der Spree die Charité aus einem
1709 errichteten Pesthaus. Die Charité ist das älteste Krankenhaus Berlins und zugleich Deutschlands
älteste medizinische Bildungseinrichtung.
Mitte des 18.Jh. begann unter Friedrich dem Großen eine intensiver Bautätigkeit, so wurde die 1658-83
errichtete Stadtbefestigung abgerissen und durch eine 14,5 km lange Zoll- ("Akzise"-) Mauer ersetzt.
Aus dieser Zeit prägen noch heute Repräsentationsbauten wie das Zeughaus, das Kronprinzenpalais, das
Opernpalais, die Staatsoper, das Prinz-Heinrich-Palais (heute Humboldt-Universität), die St. Hedwigs-
Kathedrale und die Alte Bibliothek das Stadtbild.
1791 ist das Brandenburger Tor eingeweiht worden, welches 1793 die Quadriga erhielt.
Nachdem 1806 Napoleon als Sieger über Preußen hervorging, befahl er die Quadriga als Siegesbeute nach
Paris zu bringen und zur Demütigung dort aufzustellen. Glücklicherweise wurde er besiegt und
Feldmarschall Blücher brachte die Quadriga 1814 nach Berlin zurück.
Mitte des 19.Jh erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung und mehr Arbeitskräfte siedelten
sich an.
1816 wurde die erste Dampflokomotive des Kontinents fertig gestellt und 1838 verband die erste
Eisenbahnlinie in Preußen Potsdam mit Berlin.
1844 öffnet der Zoologische Garten in Berlin seine Pforten und zieht als erster Tierpark Deutschlands
Besucher an.
Ab 1847 entstanden Industriebetriebe wie Siemens, Schwartzkopff, Schering und AEG, die das
Wirtschaftswachstum weiter voran trieben. Die zunehmende Mechanisierung führte jedoch zur
Verelendung großer Bevölkerungsteile und
1848 kam es schließlich im März zum Ausbruch der bürgerlich-demokratischen Revolution in Berlin,
die im November durch Einmarsch preußischer Truppen beendet wurde. Der „Platz des 18. März“
westlich des Brandenburger Tors erinnert noch heute an dieses Ereignis. Nach Eingemeindung mehrerer
Vorstädte, wuchs die Stadtfläche weiter und die Einwohnerzahlen stiegen auf rund 550.000.
1869  wurde das heutige Berliner Rathaus fertig gestellt, welches wegen seiner roten Klinkerfassade
als „Rotes Rathaus“ bekannt ist.
1871 wurde Berlin Reichshauptstadt des neu gegründeten und somit politisches, ökonomisches und
wissenschaftliches Zentrum des neu gegründeten Deutschen Reiches. Im Jahre 1879 wurde die erste
elektrische Eisenbahn der Welt vorgestellt und 1881 fuhr die erste elektrische Straßenbahn in
Lichtenfelde.
In Berlin fanden 1890 die ersten Maifeiern der Arbeiterbewegung statt und bei den Reichstagswahlen
wählte die absolute Mehrheit der Berliner sozialdemokratisch.
Anfang des 20.Jh ging die erste Berliner U-Bahnlinie zwischen Warschauer Brücke und dem heutigen
Ernst-Reuter-Platz in Betrieb, das KaDeWe wurde am Wittenbergplatz eröffnet und die Einwohnerzahl
erreichte die 2-Milionengrenze. Während der Kriegsjahre 1914-1918 wurde die Versorgung der Stadt
immer schwieriger so führten gegen Ende des Krieges Hunger und Kriegsmüdigkeit der Bevölkerung
in Berlin zu Massenstreiks.
Am 9. November verkündete man die Abdankung Kaiser Wilhelms II und Philipp Scheidemann rief
vom Reichstag die freie deutsche Republik aus während Karl Liebknecht vom Berliner Schloss die freie
sozialistische Republik Deutschlands proklamierte.
In den Jahren 1919 und 1920 war die Stadt Spielball der Politik. So kam es zu blutigen Aufständen und
Putschversuchen.
Nach 8 Jahren Bauzeit eröffnete 1921 im Grunewald die „Automobil-Verkehrs- und Übungsstrecke“
als erste Autobahn der Welt.
Durch die Weltwirtschaftskrise kam es 1929 in Berlin zu Demonstrationen und gewalttätigen Unruhen
mit 30 Toten und mehreren Hundert Verletzten. Bis 1932 gab es immer wieder solche Unruhen wegen
steigender Arbeitslosigkeit und politischen Meinungsverschiedenheiten.
1933 begann wohl Deutschlands dunkelstes Kapitel der Geschichte mit der Machtübernahme Adolf
Hitlers. Allen Abgeordneten wurden die Mandate aberkannt und in Sachsenhausen bei Oranienburg
wurde für die inhaftierten Gegner des Regimes das erste Konzentrationslager im Berliner Raum eröffnet.
Die ersten organisierten Boykotte gegen jüdische Geschäfte, Ärzte und Rechtsanwälte fanden statt, die
sich im Laufe der Jahre in immer gewalttätigeren Auseinandersetzungen entluden.
...Ich möchte hier nicht weiter ausschweifen, da die Fortsetzung dieser Geschichte allgemein bekannt
sein sollte.
1939 wurde Berlin zum Ausgangspunkt des Zweiten Weltkriegs, der 1945, mit dem Selbstmord Hitlers
und der Einstellung aller Kampfhandlungen und der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands, endete.
Nach dem Krieg wurde die Stadt in 4 Sektionen aufgeteilt und von den Besatzungsmächten (USA,
Großbritannien, Frankreich und der Sowjetunion )verwaltet. Zunehmende Interessengegensätze der
Siegermächte führten jedoch zum Scheitern der gemeinsamen Verwaltung der Stadt durch die Alliierten.
1949 wurde Berlin schließlich in Ost und West geteilt. Ostberlin war Hauptstadt der neu gegründeten
DDR und Bonn ersatzweise die Hauptstadt der BRD. In den 50er Jahren wurden Stimmen im Osten laut,
die nach freien Wahlen verlangen, blutig wurde dieses Thema getilgt.
Bis 1960 setzte eine zunehmende Flucht der Bevölkerung ein, die 1961 mit dem Bau der Mauer und ihrem
Sicherheitssystem unterbunden werden sollte.
In den 60er und 70er Jahren wurden auf beiden Seiten der Innerdeutschen Grenze Renovierungs- und
Ausbauarbeiten vorgenommen.
Mit der Einstellung der Linie 55 zwischen Charlottenburg und Spandau endete 1967 in West-Berlin vorerst
das Zeitalter der Straßenbahnen. In Ost-Berlin wurde ihr Verkehr bis zur Vereinigung aufrecht erhalten
und danach einige Linien wieder in die westlichen Bezirke verlängert.
1984 übernahm die West-Berliner Verkehrsgesellschaft BVG von der DDR-Reichsbahn den Betrieb der
S-Bahn in West-Berlin.
1988 kam es anlässlich der staatlichen Demonstration zum Jahrestag der Ermordung von Rosa Luxemburg
und Karl Liebknecht in Ost-Berlin zu Festnahmen von über 100 Mitglieder unabhängiger Friedens- und
Menschenrechtsgruppen.
Bis 1989 verlangten die Bürger im Osten immer mehr nach Meinungsfreiheit, freien Wahlen, Presse- und
Versammlungsfreiheit und natürlich Reisefreiheit. Anfängliche Demonstrationen wurden niedergeschlagen,
die Auseinandersetzungen um die neue Reiseregelung eskalierten jedoch so stark, dass die DDR am 9. Nov.
unter dem Druck der Massen die Mauer in Berlin und die innerdeutsche Grenze öffnete.
1990 wurden die beiden deutschen Staaten als Bundesrepublik Deutschland wiedervereinigt und Berlin per
Einigungsvertrag deutsche Hauptstadt.
1991 beschloss der Bundestag, dass die Stadt auch wieder Sitz der deutschen Bundesregierung sein sollte.
Am 1. September 1999 nahmen Regierung und Parlament ihre Arbeit in Berlin auf.

>>> Bilder von Berlin
>>> Festival of Lights 2008



Quelle: Internetpräsenz der Stadt Berlin

 
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Ostseebad Binz
                                                                                                  (Text: Sabrina, Stand: 21. Juni 2011)

Das größte Seebad der Insel Rügen liegt direkt zwischen  Prorer Wiek und Schmachter See. Weitläufige Wälder und schilfbewachsene Ufer umrahmen Binz zwischen Schmaler Heide und der Granitz.
1318 wurde das Fischerdörfchen Byntze im Sinne der Steuerabgaben der Grafschaft Streu erstmals erwähnt. Im Bereich heutige mittlere Bahnhofstraße und Rabenstraße befand sich damals der Siedlungskern.
Das Binz vom Fischerdorf zum Seebad wurde verdankt der Ort Fürst Malte I. zu Putbus. Er ließ um 1830 seine Gäste an der Mündung der Ahlbeck (Abfluss vom Schmachter See) baden. Dies gefiel, so ließ der Fürst von Putbus Badebrücken am Strand der Prorer Wiek errichten. Schilfhütten wurden gebaut in denen sich die Gäste entkleiden konnten. Mit Hilfe von Pferden wurden sie dann auf Karren ins Wasser gezogen. Das Dörfchen selbst wurde ausgebaut, so bekam Binz 1835 eine erste Schule, ab 1850 konnten Bauern ihr gepachtetes Land vom Fürsten kaufen und ab 1860 kamen die ersten vereinzelten Badegäste nach Binz. 10 Jahre später zählte man bereits 80 Badegäste im Jahr, so eröffnete 1876 auch das erste Hotel um die zunehmenden Gäste aufzunehmen. Eine erste Verbindungsstraße zwischen Dorf und Strand entstand im Gleichen Jahr. 4 Jahre später eröffnete das erste Strandhotel (heute Standort Grand Hotel). Seit 1884 ist Binz offiziell Badeort. So bekam Die Stadt auch das erste Kurhaus(1893) und der Kaiserhof wurde errichtet.
Es folgte 1895 der Bau der Kleinbahnstrecke Putbus - Binz auf der heute der Rasende Roland fährt.
Binz bekam 1903 Anschluss an die Trinkwasserversorgung und Kanalisation und 1 Jahr später wurde ein Elektrizitätswerk gebaut. Die Strandpromenade wurde angelegt,  Damen- und Herrenbäder entstanden am Strand und eine 600m lange Seebrücke wurde errichtet.
Die Damen und Herrenbäder wurden bis 1932 wieder abgerissen, weil sich ab 1925 das Freibaden durchsetzte. Aber auch die Seebrücke machte Geschichte, in der Neujahrsnacht 1905 wurde sie durch einen Sturm zerstört und im gleichen Jahr wieder aufgebaut. 1912 ereignete sich dann ein Seeunglück bei einem Anlegemanöver an die Brücke, bei dem 17 Menschen ertranken. Daraufhin gründete sich 1913 in Leipzig die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft – DLRG.
1942 wurde die Seebrücke erneut zerstört, diesmal durch Eis. Erst 1994 fand die Einweihung einer neuen Seebrücke statt.
1936 wurde von der NS-Urlaubsorganisation „Kraft durch Freude“ mit dem Bau des KdF-Seebad Prora begonnen.
Nach 1950 wurden hier Kasernen für die Volkspolizei errichtet die später von der Volksarmee benutzt wurden.
In dem riesigen Plattenbau befand sich noch bis 2006 ein Museum zu dem Thema. Nach dem Verkauf an westdeutsche Investoren musste das Museum nach Putbus umziehen wo es seit Anfang 2010 in kleinerem Räumen die Geschichte wiedergibt. Seither verfällt der historische Komplex, die angeblichen Hotelanlagen sind noch nicht entstanden. Ein Dokumentationszentrum befindet sich zur Zeit noch im mittleren Teil des Komplexes. Wie lange das so bleibt ist ungewiss, denn der Vertag ist auch schon gekündigt. Bei einer Führung kann man noch Teile der eingerichteten Zimmer sehen.
Seit 1938/39 hat Binz auch ein Bahnhofsgebäude und den Anschluss an die Regelspur-Bahnlinie Lietzow - Binz.
1953 wurden viele Haus und Hotelbesitze enteignet um Ferienheime und Urlaubsunterkünfte für Parteianhänger zu bekommen. Nach der politischen Wende bekamen viele Urbesitzer ihre Häuser zurück. Die Häuser wurden saniert, rekonstruiert oder wieder neu als Hotel aufgebaut.  Die Häuser der Bäderarchitektur sind zum Symbol für Binz geworden und  laden heute an der Strandpromenade ein.


>>> Ostseebad Binz im Dezember 2010



Quellen: Internetauftritt der Tourismusgesellschaft Binz
             Internetpräsenz der Gemeinde Binz
             Internetauftritt der Villa Seewind in Binz
             Internetauftritt der Museo Ausstellungs-Service GmbH (Internetpräsenz des Museums Putbus)
             Internetpräsenz des Dokumentationszentrums Prora

 
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Dresden                               

...der Infotext folgt noch.






>>> Bilder von Dresden
 
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Eisenach
                                                                                                                 (Text: Sabrina, Stand: 04. Mai 2010)

Eisenach liegt an der Hörsel am Nordrand des Thüringer Waldes und erstreckt sich heute über eine Fläche von
103,85 km² ( eingemeindete Ortschaften sind inbegriffen). Archäologische Funde aus den ehemaligen
Tongruben weisen auf Siedlungsspuren von vor über 5000 Jahren hin. 2000 v. u. Z. besiedelten keltische
Stämme das Stadtgebiet . Erstmals wird Eisenach 1150 erwähnt.
Mit 37,52 km² Waldfläche liegt Eisenach in einem Talkessel, umrundet von mehreren Bergen. Die Landschaft
eignet sich hervorragend für Wanderungen. Folgt man zum Beispiel der „Drachenschlucht“ in Richtung
„Hohe Sonne“ so erreicht man den „Rennsteig“, der zwischen der „Hohen Sonne“ und dem „Vachaer Stein“
die Südgrenze des Stadtgebietes bildet, hier findet alljährlich seit 1973 der „Rennsteiglauf“ statt. Weiter über
die „Sängerwiese“ erreicht man die über der Stadt gelegene Wartburg, die zum UNESCO-Weltkulturerbe
gehört. Die Sagenumwobene Gründung der Wartburg durch Ludwig den Springer im Jahre 1067 ist die erste
sichere zeitliche Erwähnung. Die Burg war  im Mittelalter Sitz der Landgrafen von Thüringen. Hier fand der
legendäre Sängerkrieg statt (Richard Wagner machte eine Oper draus), die Heilige Elisabeth vollführte das
Rosenwunder und Martin Luther übersetzte das Neue Testament vom Griechischen ins Deutsche, als er als
„Junker Jörg“ Unterschlupf auf der Wartburg fand!  Weitere Sehenswürdigkeiten außerhalb der Stadtkerns
sind die Landgrafenschlucht, die Felshöhle „Jungfernloch“ und das Burschenschaftsdenkmal. Innerhalb des
Stadtkerns sind z.B. das Stadtschloss mit Museum, das Lutherhaus und das Reuter-Wagner Museum als
Sehenswürdigkeiten zu nennen. Am Johannisplatz gibt es noch das wahrscheinlich schmalste bewohnte
Fachwerkhaus Deutschlands, mit 2,05m Breite und 8,50m Höhe. Es wird auf älter als 250 Jahre geschätzt.
Noch heute sieht man Reste der einstmals 2,84 km langen Stattmauer. Die Mauer war 8 m hoch,
1,25 bis 2,50 m breit und wurde um 1200 erbaut. Es gab 10 Aufstiegs-, 7 Wach- und 5 Tortürme.
Das Nikolaitor ist das letzte noch erhaltene Stadttor.

1685 wurde der Komponist Johann Sebastian Bach  in Eisenach geboren, im Bachhaus befindet sich ein
         Museum zur Familie Bach.
1896 wurde das Automobilwerk Eisenach gegründet, das ab 1928 zu BMW gehörte und später den
         Wartburg baute.
1897 wurde die Eisenacher Straßenbahn eröffnet, die 1975 von Gelenkbussen abgelöst wurde.
         Im gleichen Jahr gab es zum ersten Mal einen Festumzug durch Eisenach. Das Frühlingsfest
         „Sommergewinn“ hat seit dem Tradition, wie auch das Lutherfest im August, welches 2005 erstmalig
         stattfand. Beide Feste sind jährliche Highlights, die einen Besuch in der Stadt wert sind.

>>> Bilder von Eisenach



 Die Wartburg                                                                                                        (Text: Sabrina, Stand: 15. Juni 2010)

Die Burg thront auf einem 400 Meter hoch gelegenen Felsplateau über der Stadt und ist von Wäldern umgeben.
Das besondere Erlebnis für Kinder ist der traditionelle Eselritt zur Wartburg. Die Eselstation befindet sich
etwas unterhalb der Burg und wird bei gutem Wetter in den Sommermonaten betrieben.
 Die Architektur der Burg bildet einen Mix aus Romanik, Gotik und Renaissance. Vom Süd- oder Pulverturm
hat man eine herrliche Aussicht über Thüringens Berglandschaft.
In den Räumen der Neuen Kemenate und der Dirnitz befindet sich das Museum der Wartburg Von dort gelangt
der Besucher über einen mittelalterlichen Wehrgang in die Vogtei, in der die Lutherstube zu besichtigen ist.
Schätze aus mittelalterlicher Zeit, wie ein gotisches Aquamanile oder ein reich geschmücktes
Reliquienkästchen, ebenso der einzigartige Dürerschrank, weltberühmte Werke Lucas Cranachs d. Ä. oder
die Bestecksammlung des Freiherrn Gottfried von und zu Egloffstein sind im Museum zu besichtigen.
Die Gründung der Wartburg erfolgte im Jahre 1067 durch den Grafen  Ludwig der Springer. Die Ludowinger
waren ständig darauf bedacht ihre territoriale Herschaft mittels Burgen zu festigen, warum also nicht mit einer
List den Besitz vergrößern?! Der Sage nach Befand sich Ludwig auf einer Jagd im Hörseltal, als er den Berg
entdeckte der nicht zu seinem Besitz gehörte. Er Sprach:“ Wart Berg, du sollst mir eine Burg werden!“  In der
Nacht ließ er Körbe mit Erde von seinem Land auf dem Berg verteilen. Um vor dem Kaiser seine Rechte auf
die Wartburg zu bekräftigen, musste er mit zwölf seiner getreuesten Ritter „Schwurschwerter“ in die Erde
stecken und bei seiner Ehre schwören, dass dies sein rechtmäßiger Grund und Boden sei. Mit ruhigem
Gewissen dürfte dies erfolgt sein.
Im Jahre 1080 wurde die Wartburg das erste Mal erwähnt. Bruno, der Bischof von Merseburg, beschrieb in
seinem Buch vom Sachsenkrieg "De bello Saxonico" das Heerlager König Heinrich IV. am Fuße "einer Burg
Namens Wartberg".
Um 1155 wurde vermutlich mit dem Bau des Hauptgebäudes der Burg, des Palais begonnen, der in seiner Art
bis dahin einzigartig ist und heute als der besterhaltene romanische Profanbau nördlich der Alpen gilt.
In den Jahren 1206-1207 fand der sagenhafte Sängerkrieg auf der Wartburg statt, bei dem sich die
teilnehmenden Minnesänger stritten und Heinrich von Ofterdingen dem Scharfrichter vorgeführt werden sollte.
Der aus Ungarn hergeholte Magiermeister Klingsor soll diesen Streit geschlichtet und die Geburt der
ungarischen Königstochter Elisabeth vorhergesagt haben.
Von 1211-1228 lebte die heilige Elisabeth am Hof der Thüringer Landgrafen.
1221 wurde sie mit dem Landgrafen Ludwig IV. vermählt.
Elisabeth sorgte sich um Arme und Kranke was von ihrem Mann nicht gern gesehen wurde. Der Sage nach soll
sie von ihrem Mann erwischt worden sein, als sie armen Menschen in Eisenach Essen brachte. Das in Ihrem
Korb befindliche Brot verwandelte sich sagenhafterweise in Rosen , als man in ihren Korb sah. Nach dem Tod
Ludwig IV. 1227 folgte Elisabeth ihrem Beichtvater nach Marburg, um dort ein Leben in Armut, Keuschheit
und Demut zu führen. Bereits vier Jahre nach ihrem frühen Tod, im Jahre 1231 ist sie von Papst Gregor IX.
heilig gesprochen worden.
Mit Heinrich Raspe starb 1247 der letzte Landgraf von Thüringen und deutsche König auf der Wartburg.
Im Jahre 1317 wurden große Teile der Burg durch einen verheerender Brand zerstört, daraufhin wurde der
Südturm neu gebaut und eine Kapelle in den Palais eingebaut.
1521 kam der vom Kaiser geächtete und vom Papst gebannte Martin Luther als Junker Jörg auf die Burg.
In der Vogtei der Wartburg verborgen lebte und arbeitete er in einem kargen Raum, der heutigen Lutherstube.
In nur zehn Wochen übersetzte Luther hier das Neue Testament in Deutsche.
In den Jahren 1838-1890 besann sich das Haus Sachsen-Weimar-Eisenach auf das 'goldene Zeitalter' des
klassischen Weimar und ließ es wieder aufleben.
Nach 1838 veranlasste der Erbgroßherzog Carl Alexander die Wiederherstellung des Thüringer Stammschlos-
ses. Moritz von Schwind schuf die Freskenzyklen im ersten Palais-Obergeschoss und gestaltete den Festsaal.
Die Revolution von 1918 und die Ausrufung der Republik zwang die deutschen Fürsten zur Abdankung.
1922 wurde die Wartburg-Stiftung gegründet, die die Erhaltung der Burg fortan übernehmen sollte und bis
heute beinahe unangefochten besteht.
In den 50er Jahren erfolgten umfangreiche Baumaßnahmen innerhalb der Burg. Unter anderem fand ein
reromanisierender Teil-Rückbau des Palais statt.
Seit Dezember 1999 gehört die Wartburg zum UNESCO-Welterbe.
Seit 2000 findet Jährlich an den vier Adventswochenenden der Historische Weihnachtsmarkt auf der
Wartburg statt. Handwerkskünste wie Kerzenzieher, Glasbläser, Gewandmeisterinnen, Laternenbauer,
Seifensieder, Steinmetze, Kräuterfrauen, Zinngießer und fahrende Händler bieten ihre Waren feil, Gaukler
und Musikanten sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Für den Geringen Wegezoll, kann man sich sogar die
Lutherstube mit dem Legendären Tintenfleck (was davon noch übrig ist^^) ansehen.
 

>>>
Bilder von der Wartburg
>>> Bilder von der Wartburg Teil 2


Quellen: Internetpräsenz der Stadt Eisenach
             Internetpräsenz der Wartburg-Stiftung
             Buch "Eisenach 2000 - die Geschichte einer Stadt und ihrer Burg"
             Allgemeinwissen von Eisenachern^^
 
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Erfurt, Landeshauptstadt Thüringens
                                                                (Text: Sabrina, Stand: 01. Juni 2010)

Die am Südrand des Thüringer Beckens gelegene Hauptstadt Thüringens erstreckt sich über eine Fläche von
269,17 km². Umgeben von Wald und Hügellandschaften liegt Erfurt im Tal des Flusses Gera.
Der Erfurter Raum ist uraltes Siedlungsgebiet, so lassen archäologische Funde bei Erfurt-Nord auf
menschliche Spuren aus der Altsteinzeit um 100 000 v. u. Z. schließen. Weitere Funde (Pfeilspitzen, Messer
und Klingen) im Bereich Erfurt- Bischleben weisen darauf hin, das in der mittleren Steinzeit (8000-5000v.u.Z.)
die Gera-Auen, das spätere Erfurter Stadtgebiet, von mittelsteinzeitlichen Jägern bewohnt und bejagt wurden.
In der mittleren und der Jungsteinzeit (5000-1800 v. u. Z.) wandelten sich die nomadisierenden Jäger und
Sammler in zunehmend sesshafte Menschen um, die Feldbau betrieben, Vieh hielten und sich Vorräte anlegten.
Weitere Funde belegen, dass sich im Laufe der Jahrtausende Menschen der Bandkeramik, der Saale-Schnur-
keramik (2400-1800v.u.Z), der Aunjetitzer Kultur(2100-1600v.u.Z.), der Hügelgräberkultur (1600-1300v.u.Z),
der Urnenfelderkultur (um1200 v. u. Z.) und der La-Tène-Kultur ansiedelten. Auf dem Wiesenhügel in Erfurt-
Südost ist eines der größten deutschen Hügelgräberfelder dieser Epoche mit mehr als 300 Gräbern freigelegt
worden. Das Gebiet um Erfurt war um 1200 v. u. Z. dicht besiedelt, so errichtete man Wallburgen zum Schutz
der in der Umgebung siedelnden Menschen. Auf dem Roten Berg befindet sich eine steinzeitliche Höhen-
siedlung und auf dem Steiger (Dienstburg) und im Ortsteil Melchendorf (Blosenburg) findet man spätbronze-
bis früheisenzeitliche Befestigungen. Im 2. Jh. v. u. Z. wurde das Gebiet Siedlungsraum von Germanen.
Im 1.- 4.Jh u. Z. siedelten nachweislich die zum elbgermanischen Kreis gehörenden Hermunduren im Erfurter
Raum. Der Stamm der „Thoringi“ wurde erstmals um 400 überliefert und brachte den thüringischen König
Herminafrid hervor unter dessen Herrschaft das Thüringerreich erstarkt. Um 531 eroberten die Franken
gemeinsam mit den Sachsen das Thüringerreich.
Das Gebiet um Erfurt fiel unter fränkischer Oberhoheit und man legte einen militärischen Stützpunkt auf dem
Petersberg an, aus dem sich ein fränkischer Verwaltungssitz entwickelte.
Im Jahre 742 wurde „Erphesfurt“ das erste mal schriftlich erwähnt. Papst Zacharias sollte den Bischofssitz in
Erphesfurt bestätigen. Ende des 8.Jh wurde der Dom (Marienkirche) auf dem Domhügel gegründet. Im Laufe
der Jahrhunderte stürzten immer wieder Teile des Bauwerkes ein und mussten wieder aufgebaut bzw umgebaut
werden. Erfurt liegt an einer alten Heer- und Handelsstraße, die aus dem Rhein-Main-Gebiet über Frankfurt
und Hersfeld ins Innere Thüringens führt und ab dem Hochmittelalter Kaufleute ostwärts über Leipzig in die
Lausitz und nach Schlesien führte.
So war Karl der Große darauf bedacht, über diese Händler wachen zu lassen, damit die aus den
Westen kommenden Fernhändler den Slawen und den Awaren keine Waffen verkauften.
In den Jahren 853-975 entwickelte sich Erfurt zu einem frühstädtischen Zentrum. Immer mehr Fernhändler
ließen sich nieder und ein beträchtlicher Teil der Bewohner betrieb Ackerbau und Viehzucht.
Um 1000 u. Z. erlebte die Kaufmannssiedlung zwischen Lehmannsbrücke, Kaufmannskirche und Anger einen
kräftigen Aufschwung und die einstigen durch Erfurt führenden Verkehrswege wandelten sich zu viel
benutzten Handelsstraßen um.
Um das Jahr 1000 gelangte Erfurt unter die weltliche Herrschaft des Erzbischofs von Mainz und wurde im
Laufe der Jahrhunderte immer wieder in die Auseinandersetzungen zwischen dem Königtum und den
Erzbischöfen hineingezogen. Im Jahre 1066 erhält Erfurt eine der ersten Stadtbefestigungen in Deutschland.
Diese wurde im 12.Jh zu einer festen Mauer mit mehreren Toren und Wehrtürmen umgebaut. Im 13. und 14.
Jahrhundert wuchs die Stadt zur bedeutendsten Bildungsanstalt im Römisch-Deutschen Reich heran. In keiner
anderen deutschen Stadt lernten und lebten mehr Studenten. Die folgenden Jahrhunderte standen im Zeichen
des Glaubens, denn immer mehr Kirchen und kirchliche Einrichtungen wurden errichtet.
In den Jahren 1315/1316 herrschte in der Stadt eine große Hungersnot, der angeblich Tausende von
Einwohnern zum Opfer fielen.
Noch mehr Bürger starben als in den Jahren 1350/1351, 1382 und 1393/1384 die Pest in der Stadt wütete, die
gegen Mitte bis Ende des 15.Jh die Stadt erneut heim suchte. Auch der Dreißigjährige Krieg setzte der Stadt
schwer zu, sie wurde trotz gezahlter Schutzbriefe geplündert und war länger als 15 Jahre von schwedischen
Truppen besetzt.
1802 gelangte Erfurt unter preußischer Herrschaft und wird 1806, nach der Niederlage Preußens in der
Schlacht bei Jena und Auerstedt, französisch besetzt.
Um 1814 wurde Erfurt erneut in den preußischen Staat eingegliedert. 1817 eröffnete man das erste öffentliche
Badehaus der Stadt und führte im Landkreis die Pockenschutzimpfung ein, solche „Maßnahmen“ dürften die
hygienischen Zustände der Stadt verbessert haben. Allerdings wurde Erfurt im 19.Jh von mehreren Cholera-
epidemien heim gesucht, erst der Bau der Kanalisation, des Wasserwerkes, einer Fernwasserleitung von
Wechmar zum Hochbehälter auf der Cyriaksburg, des Wasserleitungsnetzes und das Zuschütten von Gera-
armen (1896) verbesserten die hygienischen Verhältnisse grundlegend in der Stadt..
Die Festigung der wirtschaftlichen Lage gelangte allmählich. So wurde 1823 die Stadtsparkasse gegründet,
um 1840 waren im Stadtgebiet 20 Mahlmühlen mit 81 Gängen, zehn Ölmühlen, vier Walkmühlen, eine
Lohmühle und zwei Sägemühlen an der Gera in Betrieb. Die Jahre 1844-1886 waren geprägt durch den Bau
der thüringischen Eisenbahnen durch die Thüringische Eisenbahngesellschaft.
So wurde Erfurt 1847 an die entstehende Eisenbahnlinie Weimar – Erfurt – Gotha – Eisenach angeschlossen
und erhielt den Sitz der Direktion. In den folgenden Jahren eröffneten die Strecken Erfurt – Nordhausen
(1869) und Erfurt – Sangerhausen (1886).
1857 wurde eine Eisengießerei und Maschinenfabrik auf dem Gelände Dalbergsweg 15 und Kartäuserstr. 35/36
errichtet. Nach der Produktion von landwirtschaftlichen Maschinen, Gussartikeln, Mühlen und Salinenbedarf
wird 1872 die erste Lokomotive fertig gestellt.
1857 wurde auch die erste Erfurter Gasanstalt in Betrieb genommen, so erstrahlten in der Stadt zum ersten
Mal die neuen Gasleuchten in den Straßen, womit nach und nach die alten Öllaternen ersetzt wurden.
Nach dreijähriger Bauzeit nahm die staatseigene Gewehrfabrik, das Größte Fabrikunternehmen der Stadt,
1862 die Produktion auf.
Auch Erfurt unterwarf sich nach 1933 den Bedingungen der Diktatur der NSDAP. Der Zweite Weltkrieg
brachte Erfurt große Not und Tod, bei zahlreichen Bombenangriffen starben 1.500 Menschen und schwere
Schäden trug das Stadtbild davon.
1945 wurde Erfurt zunächst von US-amerikanischen Truppen besetzt später folgte die sowjetische Besatzung.
Unter dem Schutz und der Förderung von Seiten der Besatzungsmacht festigte die SED ihre Macht.
Die Jahre nach dem Kriegsende verschafften Erfurt durch die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den
deutschen Ostgebieten einen starken Bevölkerungszuwachs.
Nachdem Erfurt 1948 zur Hauptstadt Thüringens erklärt wurde, verlor sie diese Stellung 1952 und wurde zur
Bezirksstadt des Bezirks Erfurt. Gegen Ende der 50er Jahre verstärkte sich auch in Erfurt die Fluchtbewegung
aus der DDR. Der Mauerbau unterband die Verhältnisse. Ab den späten 60er Jahren entstanden die typischen
Neubaugebiete. In den 80er Jahren wuchs der Protest gegen die politische Unterdrückung und nachdem
Ungarn die Ausreise zu Österreich erleichterte, kehrten 1989 ca. 4000 Bürger ihrer Stadt den Rücken und
flohen. Einen Tag nach der Nachricht der Öffnung der innerdeutschen Grenze  standen Tausende vor der
Volkspolizei am Schützenhaus Schlange, um ein Visum zu erhalten.
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands nahmen die Fluglinie Erfurt-Berlin (Tempelhof) und die Linie
Erfurt-Frankfurt/Main der Deutsche Lufthansa vom Flughafen Erfurt-Bindersleben den Betrieb auf.
Ab1990 begannen zahlreiche Rekonstruktionsarbeiten der historischen Erfurter Innenstadt und die Sanierung
und Rekonstruktion der Zitadelle Petersberg.
Seit 1991 ist Erfurt wieder die Hauptstadt Thüringens und zieht heute mit zahlreichen Veranstaltungen
(z.B. Domfestspiele, Weihnachtsmarkt, Konzerte) viele Touristen an.


>>> Erfurt, 2007+2008



Zitadelle Petersberg                                                                                        
(Text: Sabrina, Stand: 26. Mai 2011)

Im Jahre 1665 wurde der Grundstein für die damals noch Citadelle Johann Phillipsburg genannte Festung auf
dem Petersberg gelegt. Eine erste von 3 Bauperioden begann. Antonio Petrini entwarf die Pläne im neu-
italienischen Stil, bis 1707 wurden vier Bastionen errichtet, die über eine Festungsmauer mit der Stadtbe-
festigung verbunden wurden. Bis 1726 wurde  unter dem Festungsbaumeister Maximilian von Welsch die
Festung weiter ausgebaut. Unter seiner Bauführung entstanden die Wacherker die später durch die Preußen
zerstört wurden jedoch wieder rekonstruiert werden konnten.
1802 besetzen preußische Truppen den Petersberg und übergeben ihn 1806 an die Franzosen, da Napoleon
Erfurt zeitweilig zu seiner Residenz machte 1808 trifft er sich mit Zar Alexander I. von Russland auf dem
Erfurter Fürstenkongresses, welcher auf dem Petersberg stattfindet.
1813 gerät der Petersberg und preußischen Beschuss wobei das Kloster zerstört wurde. Durch den Besuch von
König Friedrich Wilhelm III. von Preußen wurde in der 3. Bauphase die Festung weiter um und ausgebaut.
Die beschädigte Peterskirche wird zu einem Magazin umgebaut, eine Festungsbäckerei entsteht  und eine
Defensionskaserne wird hinzugefügt. Die Defensionskaserne diente der Verteidigung, an der Nordseite befinden
sich dicke Mauern und Schießscharten mit Geschützstellungen. 1873 verfügt Kaiser Wilhelm I. die Entfestigung,
welche aus Finanzmangel nicht umgesetzt werden konnte. Während der beiden Weltkriege wurde die Zitadelle
wieder militärisch genutzt, nach dem Krieg entstanden hier Wohnungen und die DDR errichtete Kasernen. Seit
Anfang der 60er Jahre befindet sich die Festung im Besitz der Stadt Erfurt. Nach der Wende konnten zahlreiche
Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Die Mauern der Festung haben heute eine Gesamtlänge von ca.
2 km und an manchen Stellen eine Höhe v. 21m. Ein militär-geschichtliches Museum befindet sich in den
Räumlichkeiten direkt am Peterstor, welche man zu kleinem Eintrittspreis besichtigen kann. Die so genannten
Horchgänge der Festung durchziehen die Mauern in ihrer gesamten Länge. Ein Großteil von ihnen ist
mittlerweile freigelegt worden. Bei einer Führung über die Festung geht’s nicht nur überirdisch über die Anlage
sondern auch runter in die Mienen, die im zweiten Weltkrieg als Luftschutzkeller dienten. Die Festungsbäckerei
galt lange als verschollen, ist aber mittlerweile wieder funktionstüchtig und wird an jedem ersten und dritten
Donnerstag im Monat wieder benutzt. Das frisch gebackene Brot findet zunehmend mehr Abnehmer und im
Gastraum nebenan, kann man sich mit dem Brot gleich stärken.
Im historischen Kasernenbau hat das Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege seinen Sitz und sanierte
Wohnungen gibt es auf dem Festungsgelände auch. Am Berghang befindet sich ein neu angelegter kleiner
Weinberg in Anlehnung an die Tradition des Weinanbaues in Erfurt. Der große Hauptplatz der Zitadelle
wird heute für öffentliche Veranstaltungen genutzt, so findet einmal im Jahr das Petersbergfest statt.
Verschiedene Bands gaben schon Open Air Konzerte und ansonsten ist die Festung ein Tummelplatz für Groß
und Klein, den mitten in der Stadt gelegen hat man Ruhe und einen herrlichen Ausblick auf die Stadt.


>>> Citadelle Petersberg


Quellen: Internetpräsenz der Stadt Erfurt
             Internetpräsenz der Touristeninformation der Stadt Erfurt
             Internetpräsenz des Vereins "Freunde der Citadelle Petersberg zu Erfurt e.V."
             Internetpräsenz der Burgen und Schlösser GmbH, Paderborn
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Frankfurt am Main

...der Infotext folgt noch.





>>> Bildergalerie Frankfurt/Main

 
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U
niversitäts- und Bergbaustadt Freiberg                                                        (Text: Sabrina, Stand: 06. Juni 2011)

Freiberg liegt ungefähr in der Mitte Sachsens in gleicher Entfernung zu Chemnitz und Dresden. Umgeben
von Wäldern, bergbaubedingten Rodungslandschaften bis hin zu den Flusstälern des Münzbaches, des
Goldbaches und nicht zuletzt zur Freiberger Mulde erstreckt sich heute die 40000 Einwohner starke Stadt
mit langer Bergbautradition.
Die Geschichte der Stadt geht bis in 12. Jh. zurück als Markgraf Otto von Meißen um 1156 die Besiedlung
des Gebietes zwischen Striegis und Freiberger Mulde veranlasste. Es entstanden mehrere Dörfer unter
anderen auch Christiansdorf  wo um 1168 das erste Silbererz gefunden wurde. Daraufhin ließ Markgraf
Otto der Reiche 1175 eine Burg zum Schutz der sich entwickelnden Stadt und vor allem wegen des Silber-
bergbaus errichten. Diese Burg war Vorgängerburg des im 16. Jh. im Renaissancestil entstandenen
Schlosses Freudenstein. Im 18. Jh. Wurde das Schloss zum Speicher umgebaut und verfiel danach.

Nach der Wende wurde das Schloss komplett saniert und birgt seit 2008 die Mineraliensammlung „terra
mineralia“ der TU Bergakademie Freiberg und das Bergarchiv Freiberg.
Um 1180 entstand die Basilika „Unserer Lieben Frauen“. Diese Marienkirche wurde im 13. Jh. weiter
ausgebaut, so kam z.B. eine spätromanischen Triumphkreuzgruppe (1225) und die Goldenen Pforte
(1230) dazu. Die um 1500 fertig ausgebaute Kirche ist der heutige Freiberger Dom St. Marien (1480
dazu erhoben) mit seiner berühmten Silbermannorgel (1711-14 errichtet). Gottfried Silbermann hatte
in Freiberg eine Orgelwerkstatt eröffnet und baute auch die Orgeln für die Jakobikirche, die Johannis-
kirche und  für St. Petri.
Der Aufschwung des Bergbaus und der Fernhandel ließen die Stadt zum ökonomischen Zentrum der
Markgrafschaft Meißen werden. 1195 ging das Städtchen als Reichslehen in Kaiserlichen Besitz über,
wurde aber 1198 vom Markgraf Dietrich von Meißen zurück erobert. Dieser ließ bis 1218 die
Oberstadt mit Petrikirche und Obermarkt errichten. Um 1218 muss wohl auch „Friberch“ das erste
mal erwähnt worden sein. Es folgten in der Entstehung bis 1236 ein Hospital „St. Johannis“ als Stiftung
für Arme und Kranke, ein Dominikaner- und ein Franziskanerkloster. Ende des 14. Jh. ging die erste
Hauptperiode des Freiberger Bergbaus zu Ende. Zu  Beginn des 16. Jh. wurden neue Erzvorkommen im
Süden der Stadt erschlossen das Oberbergamt und das Oberhüttenamt nahmen ihren Sitz im Städtchen
ein. Im Zuge der Industrialisierung erlebte der Bergbau im 20. Jh. einen letzten Aufschwung aufgrund
technische Neurungen.
Weiterhin wurde bis ins 15. Jh. die Stadtbefestigung ausgebaut, da Freiberg seinerzeit das reichste
Städtchen Sachsens war. Bedeutende Reste der Stadtbefestigung sind bis heute erhalten geblieben trotz
der großen Stadtbrände in den Jahren 1375, 1386, 1471 und 1484. Beim letzten großen Stadtbrand
wurden mehrere Häuser stark beschädigt, so mussten Teile des Rathauses saniert werden und der Dom
wurde um 1501 als spätgotische Hallenkirche neu errichtet.
Der Donatsturm nahe der Jakobikirche wurde als Teil der Stadtmauer zum Schutz des Donatstores im
15. Jh. errichtet. Mit 35m Höhe ist er der einzige runde Turm der Befestigungsanlage. Heute sind auch
noch insgesamt über 600m Stadtmauer erhalten. Leider wurden die Stadttore im 19. Jh. abgerissen im
Zuge der Umgestaltung der Ringanlage zur Promenade. Im Pfarrgässchen nahe des Donatsturmes
stehen noch die ältesten Gemäuer der ehemaligen "Sächsstadt". Und geht man den Weg an der
Stadtmauer entlang kommt man zu den Überresten des Lazarett-Turms und der Zwingermauer.
Des weiteren stehen heute noch der „Turm des Pestpfarrers, der „Altschlossturm“, der „Gelberlöweturm
und der „Kalkturm“ in der Stadt.
Im Dreißigjährigen und im Siebenjährigen Krieg war die Stadt durch Belagerung in Armut verfallen.
Krankheiten ließen die Menschen leiden.
Nach den Kriegen erholte sich Freiberg langsam. So gründete sich 1765 die Bergakademie, welche
seinerzeit zu Weltrum erlangte und brachte Studenten wie Alexander von Humboldt (1791) hervor.
Die Professoren Reich und Richter entdeckten 1863 das Element Indium und Clemens Winkler folgte
1886 mit der Entdeckung des Elementes Germanium .
In Freiberg befindet sich auch das älteste Stadttheater der Welt, welches seit 1792 am Buttermarkt
seinen Platz hat und heute weit über die Stadtgrenze heraus bekannt ist.
In den 60er und 70er Jahren des 19. Jh. erhielt Freiberg auch Anschluss an das Eisenbahnnetz
(1862 nach Dresden, 1869 nach Chemnitz, 1873 nach Nossen)
Nach der Teilung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg wurde bis in die 60er Jahre der TU-Campus
errichtet und 1961 gründete sich  das VEB Bergbau- und Hüttenkombinat „Albert Funk“.
Der Bergbau schürfte nun statt nach Silbererz nach Zink und Blei, allerdings wurde bis 1970 der
Freiberger Bergbau stillgelegt. Heute kann man zum Beispiel im Lehrbergwerk „Reiche Zeche“
geführte mehrstündige Touren unternehmen. Bei guter Verfassung sollte man schon sein, denn hier
klettert man über Leitern und felsgehauene Stufen, kriecht durch enge Stollen und rutscht Steinröhren
hinab. Ein echtes Abenteuer in Schutzkleidung mit gut ausgebildetem Personal. Ein letztes noch
betriebenes Silberbergwerk mit Seilfahrtschächten gibt es noch, die Himmelfahrt Fundgrube.
Seit den 90er Jahren des 20. Jh.  ist Freiberg Sitz der Unternehmen „Bayer Solar“, „Freiberger
Compound Materials“ und „Wacker-Siltronic“, in Sachen Silizium-Wafern, Halbleitertechnik und
Solarenergie ist Freiberg also Vorreiter in der Entwicklung und Produktion erneuerbarer Energien.
Neben den vielen Baulichen Sehenswürdigkeiten verfügt Freiberg auch über viel Natur. So gibt es
den Albertpark und den Ludwig-Renn-Park, den ca. 3 ha großen Tierpark und auch die Umgebung
von Freiberg lässt sich gut erwandern

>>> Freiberg (Sachsen)


Quellen: Internetpräsenz der Stadt Freiberg
             Internetpräsenz des Besucherbergwerks Freiberg
             Internetauftritt der Technischen Universität Bergakademie Freiberg
             Internetauftritt der Stadtmarketing Freiberg GmbH

 
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Gemünden am Main                                                                              
(Text: Sabrina, Stand: 29. Mai 2011)

Am Zusammenfluss von Main, Saale und Sinn und mit 4325 Hektar Wald erstreckt sich das im Landkreis
Main-Spessart gelegene Städtchen Gemünden auf einer Fläche von 75,09 km².
Zwischen Flüssen, Bergen und Wald gelegen und mit 14 Statteilen bzw. Vororten bietet Gemünden nicht
nur 10.717 Einwohnern ein idyllisches Zuhause, Urlauber, Wanderer und Sportler zieht es ebenso in diese
Gegend. Die Geschichte der Stadt beginnt vermutlich mit einer vorstädtischen Fischersiedlung, da der
Fischreichtum durch die 3 Flüsse gewährleistet war. Später entwickelte sich hier das Städtchen und die
seit dem Spätmittelalter existierende Gemündener Fischerzunft.
Man kann jedoch davon ausgehen das die Region seit der Eiszeit Lager- und Siedlungsplatz war.
Archäologische Untersuchungen beim Stadtteil Hofstetten brachten eiszeitliche Schaber, jungsteinzeitliche
Pfeilspitzen und keltische Münzen (50 u.Z.) zu Tage. Auch Ausgrabungen in der Gemarkung Seifriedsburg
belegen das hier schon 500 v. u. Z. der Keltenstamm der Helvetier lebte, der gleiche Stamm der in
Würzburg eine Fliehburg auf dem Marienberg errichtete. Die Ausgrabungen an Hünen und Hügelgräber
enthielten Urnen, Schmuck und Gefäße aus der jüngeren Hallstattzeit diese sind im Mainfränkischen
Museum in Würzburg ausgestellt.
Erstmals Urkundlich erwähnt wird "Gemunde" im Jahr 1243, allerdings wurden bereits Mitte des
12. Jahrhunderts mehrere Stattteile von Gemünden urkundlich erwähnt.
Anfang des 14. Jahrhunderts erhielt Gemünden das Stadtrecht. Über die Jahrhunderte wechselten die
Besitzansprüche der Stadt zwischen den Rieneckern und dem Hochstift Würzburg hin und her. An die
Rienecker verkauft, kaufte Fürstbischof Rudolf von Scherenberg 1466 Gemünden für den Hochstift
Würzburg zurück und blieb bis Anfang des 19. Jh. im würzburgischen Besitz. Unter der Scherenbergischen
Herrschaft erlebte Gemünden seine Blütezeit. So wurde im 15. Jh. die Scherenburg, das alte Langhaus der
Stadtpfarrkirche und die steinerne Saalebrücke um- bzw. ausgebaut.
Im Bauerkrieg erlitt die Gemündener Burg kaum Schaden und auch der 30jährige Krieg richtete keine
allzu großen baulichen Schäden an, allerdings schwächten die Schweden die Wirtschaft mit hohen
Abgaben zur Ernährung der Besatzungstruppen.
Im 18. Jh. war die Stadt ein gewachsener Standort für Handwerkerzünfte, allerdings konnte sich die
Stadt wegen ihrer topografischen Lage im Hochwasserüberschwemmungsgebiet nicht weiter ausdehnen.
Nach 1802 war die Stadt frei vom Würzburger Hochstift und unter bayerischer Herrschaft.
Gemünden wurde unter anderem Sitz eines Amtsgerichtes. 1854 erfolgte der Eisenbahnanschluss
(Ludwigs –Westbahn) und Gemünden wurde zum Eisenbahnknoten ausgebaut.
Es folgten in den 70er Jahren des 19. Jh. die Anschlüsse
Gemünden – Elm, Gemünden - Wernfeld - Waigolshausen - Schweinfurt, 1884 kam die Saaletalbahn
Gemünden - Hammelburg hinzu. Die erhoffte Industrialisierung durch die Eisenbahn blieb jedoch zuerst
aus, da noch nicht genügend hochwasserfreies Gebiet zur Verfügung stand.  Ende 19. und im 20. Jh.
bekam das Städtchen mehr Bedeutung, Holzverarbeitungsbetriebe siedelten sich an und der Fremden-
verkehr entwickelte sich nicht zuletzt wegen der Verkehrsanbindung und der vielen Gastronomiebe-
trieben in der Altstadt.
Der 2. Weltkrieg brachte flächenhafte Zerstörung des Städtchens in einem Mehrtägigen Kampf um den
Eisenbahnknoten Gemünden. Die Altstadt wurde nahezu ausgelöscht.
1964 fungierte die Bundesbahn als großer Arbeitgeber für das Städtchen, von 4000 Einwohnern waren
1200 Mitarbeiter bei der Bundesbahn beschäftigt. Der Streckenknoten wurde mit eigenem Betriebswerk
ausgestattet, langsam erholte sich Gemünden von den Kriegsschäden. In den 70er Jahren des 20. Jh. 
verdoppelte sich die Einwohnerzahl durch Eingemeindung mehrere Vororte. Seit 1983 ist Gemünden
anerkanntes Erhohlungsgebiet.
Von der einstigen Stadtbefestigung ist nur noch wenig vorhanden, aber es gibt noch genug um erkenne
zu lassen wie das Städtchen einst gesichert war. So ist noch das Mühltor, eines von 2 Stadttoren, die
beiden Wehrtürme Eulen- und Hexenturm und einige von Wohnhäusern überbaute Mauerreste
vorhanden. Am Hexenturm befindet sich das wieder aufgebaute Amtsschreiberpförtchen, das Obertor
jedoch existiert nicht mehr.


>>> Gemünden am Main und Burgruine Scherenburg




Die Scherenburg in Gemünden am Main                                              
(Text: Sabrina, Stand: 30. Mai 2011)

Hoch oben im Wald auf einem Bergsporn trohnt als Wahrzeichen der Stadt Gemünden die Ruine der
Scherenburg.
Die Entstehung der Scherenburg gehr vermutlich auf das 13. JH zurück. Graf Ludwig II. von Rieneck
gründete Wohl die Stadt und ließ 1235 eine hochmittelalterliche Befestigungsanlage zum Schutz der
Grenze gegen das Würzburger Bistum errichten. Oberhalb der Scherenburg (damals Florburg) gab
es die Slorburg, bis zu ihr ging der Besitz des Hochstifts Würzburg. Die Streitigkeiten zwischen beiden
'Parteien wurden beigelegt indem beide Burgen abgerissen wurden (1243), allerdings bauten die
Rienecker ab 1250 die Scherenburg wieder auf und bauten eine Stadtmauer, die Burg und Stadt
umschloss. Lange Zeit war die Burg und auch das Städtchen Gemünden Spielball zwischen den
Rieneckern und dem Hochstift Würzburg.
Die Herrschaften des Scherenberggeschlechts bauten die Burg im 15. JH unter würzburgischem
Besitz weiter aus. Bis Ende des 16. JH. war die Burg Amtssitz des würzburgischen Burgamtmanns
bzw. Amtskellers. 1598 zog der Amtssitz in das Städtchen um. Bis Ende des 18. JH war die Burg
bewohnt, danach verfiel sie zusehends.
Heute sind nur noch wenige Teile der Burg erhalten, die hohe Schildmauer mit Burgtor, der runde
Bergfried, ein pfeilergestützter Gewölbekeller und der Nordgiebel des einstigen Palas.
Östlich im Wald gelegen befinden sich noch Mauerrester der Slorburg. Ziemlich steil bergan
schlängelt sich ein kleiner Pfad auf dem man die Reste erreichen kann. Aber Vorsicht die  Mauer-
reste sind stark überwachsen und man sieht kaum welche Teile lose sind und abbrechen könnten.
Einmal im Jahr finden auf der Burg die Scherenburgfestspiele statt. Das Fest ist eine Freilicht-
theaterveranstaltung und es werden meist 3-4 verschiedene Stücke in der Zeit von Juni-August
gespielt. Hierzu wurde in den letzten Jahren ein Toilettenhaus im noch vorhandenen kleinen
Zwinger gebaut. Während der Festspiele sind mobile Gastronomiebetriebe auf der Burg, das
Ambiente und die Akustik lohnen ein anschauen der Vorführungen und der Eintrittpreis ist
geringer als ein normales Theater.
Natürlich kann die Ruine außerhalb der Spielzeiten unentgeltlich besichtigt werden.



Quellen: Internetpräsenz der Stadt Gemünden am Main
             Internetauftritt "Burgruinen in Franken" (blaue-tomaten.de)
             Internetseite "burgenspiegel.de"

 
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Georgenthal (Thüringen)
                                                                                (Text: Sabrina, Stand: 05. Mai 2010)

Das im Thüringer Wald gelegene Georgenthal ist ein idyllischer Erholungsort, dessen Geschichte bis ins
12. Jahrhundert zurück geht. Mit dem Bau des Zisterzienserklosters St. Georg entwickelte sich und wuchs
das Örtchen. Handwerk und Landwirtschaft blühten im laufe der Jahre. In der Osternacht 1525 wurde das
Kloster von einem aufständischem Bauernheer geplündert und die Mönche flohen. Seit dem verfiel das
Kloster. Noch heute lohnt sich ein Spaziergang durch die Klosterruinen. Das Kornhaus, das Hexenhaus und
die Sankt Elisabethkirche scheinen die Geschichte wieder zu spiegeln. Zwischen 1646 und 1711 fanden hier
Hexenprozesse statt, der Hexenturm diente während der „Verhandlungen“ als Gefängnis. Herzog Ernst der
Fromme von Gotha gestaltete im 17. Jh. eines der Gebäude als Sommerresidenz um. Ende des 18.Jh.
wurde hier die erste homöopathische Anstalt für psychisch Kranke in Deutschland betrieben. Im 19. Jh.
erhielt der Ort den Titel „Bad Georgenthal“ und ist immer noch beliebter Ort für Erholungssuchende.
Grabungen im Buntsandsteinbruch „Bromacker“ förderten Dinosaurierskelette zu Tage.

 >>> Bilder von der Klosterruine


Quellen: Internetpräsenz der Gemeinde Georgenthal
             Internetauftritt der Tourismus-Plattform "Thüringen.info"
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Gräfendorf
                                                                                                    (Text: Sabrina, Stand: 31. Mai 2011)

Gräfendorf erstreckt sich auf einer Fläche von 45,3 km² im Landkreis Main Spessart. Seine ca. 1500
Einwohner leben in malerischer Umgebung an der Schondramündung in die Fränkischen Saale, zwischen
Wiesen, Feldern, Wald und am Fuße eines stillen Vulkans (Sodenberg 506m) in den Gemeinden Gräfendorf,
Weikersgrüben, Michelau, Schonderfeld und Wolfsmünster. Das Saaletal war vermutlich bis um 100 vor u.Z.
von den Kelten besiedelt. Alte Flurnamen deuten auf keltische Anlagen hin.
Die Herrschaft über das Gebiet um die 5 Ortschaften war auf die Freiherren von Thüngen und das
Würzburger Juliusspital aufgeteilt. Nach 1803 fiel der Herrschaftsbereich an Bayern. Nach den Verwaltungs-
reformen in Bayern entstand 1818 die heutige Gemeinde.
Heute ist die Region um Gräfendorf ein anerkanntes Urlaubsgebiet. Angler, Wanderer und Radfahrer
kommen auf ihre Kosten. Auf dem Sodenberg stand einstmals die Sodenburg oder auch Burg Kilianstein
genannt. Die Ruine wurde allerdings mit dem Basaltabbau abgetragen. Ein riesiger Basaltkrater kann heute
umwandert werden. Die Rossmühle in Weikersgrüben ist heute ein denkmalgeschütztes Hotelgebäude.
Einstmals stand sie im Besitz Julius Echters auf der rechten Flussseite, Ende des 16. Jh. unter Besitz von
Neidhard IV von Thünge wurde sie abgetragen und auf der gegenüberliegenden Seite wieder aufgebaut.
Sie versorgt sich komplett selbst mit Strom.
Der Tretstein ist ein Wasserfall, der Sommer wie Winter ein herrliches Ziel zum erwandern bietet. Eisvögel
und Flussperlmuschel haben ihren Lebensraum im Saaletalgebiet gefunden und die älteste Forellenzucht
wird Angler und Fischliebhaber anziehen
.

 >>> Bilder folgen noch


Quellen: Internetpräsenz der Gemeinde Gräfendorf
             Internetpräsenz der Verwaltungsgemeinschaft Gemünden am Main
             Internetpräsenz des Landkreises Main-Spessart
            
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Heidelberg
                                                                                                        (Text: Sabrina, Stand: 01. Juni 2010)

Die Universitätsstadt Heidelberg erstreckt sich auf einer Fläche von 109km² in der Rheinebene entlang des
Neckars. Die Schlossruine, die Altstadt und der Fluss inmitten der Berge ziehen heute Besucher aus der
ganzen Welt an.
Schon 500-300 v. u. Z. siedelten Kelten auf dem Heiligenberg bei Heidelberg, ihre Siedlung mit Hunderten
von Wohnhäusern, Hütten und Gruben war mit einem doppeltem Ringwallsystem gesichert. Archäologische
Funde (Gusstiegel aus Ton, Schmelzschlacke und Eisenerz) belegen, dass dort bereits in der frühen
Latenezeit Erz abgebaut und verhüttet wurde. Noch heute kann man bei einer Wanderung auf dem Heiligen-
berg die konservierten und restaurierten Überreste aus keltischer, römischer und mittelalterlicher Zeit sehen.
Bereits im 6.Jh. u. Z. entstanden viele der Dörfer Heidelbergs, die im8.Jh im Lorscher Kodex erwähnt wurden.
Das gleichnamige Kloster entwickelte sich zu einem wichtigen politischem Zentrum und vergrößerte seinen
Einflussbereich mit dem Bau von Filialklöstern auf den umliegenden Bergen (Heiligenberg, Michelsberg).
„Heidelberch“ wurde 1196 erstmals in einer Urkunde des Klosters Schönau erwähnt. Sie war von einer
Stadtmauer umgeben, von der nur noch der so genannte Hexenturm im Hof der Neuen Universität übrig
geblieben ist.
Nach neueren Erkenntnissen geht man davon aus, dass die Stadt im Bereich zwischen Königstuhl und Neckar
erst um 1220 angelegt wurde statt 50 Jahre zuvor. Ähnlich wie Städte in Bayern wurde die Stadt im
rechtwinkligen Grundriss mit parallel zum Fluss verlaufenden Straßen und verbindenden Quergassen sowie
dem Marktplatz im Zentrum angelegt, was man heute noch erkennen kann. Im Jahre 1225 ging Heidelberg als
Lehen an den Pfalzgrafen bei Rhein. Unter Ludwig II. (1253-1294) entwickelte Heidelberg den Charakter einer
Residenzstadt. Als 3. Hochschule im Heiligen Römischen Reich und erste in Deutschland gründete Kurfürst
Ruprecht I. im Jahre 1386 die Universität Heidelberg. Durch diese Gründung erlangte Heidelberg weltweite
Anerkennung bis heute (2007 als Elite-Universität ausgezeichnet)! Die Stadt wurde zur Residenzstadt der
Kurpfalz und brachte den für die Verwaltung des Herrschaftsgebietes nötigen Nachwuchs an Geistlichen,
Medizinern, Juristen und Lehrern hervor. Im 15.Jh profitierte Heidelberg von der Königswürde, des 1400
zum römisch-deutschen König gewählten Kurfürst Ruprecht III. als Ruprecht I. Das Heidelberger Schloss
wurde um und ausgebaut. Es bekam das älteste erhaltene Gebäude des Schlosses den Ruprechtsbau. Die
Kapelle auf dem Marktplatz wurde zur Heiliggeistkirche ausgebaut, die, die vorherige Pfarrkirche
(Peterskirche) ablöste. Fortan wurde die Heiliggeistkirche zum Grablege der Pfälzer Kurfürsten.
Unter Kurfürst Ottheinrich (1556-1559) wurde die Kurpfalz lutherisch reformiert. Er löste die Universität
Heidelberg vom Einfluss der katholischen Kirche und vereinigte die Buchbestände der Universität, der
Stiftsbibliothek in der Heiliggeistkirche und der Schlossbibliothek der Kurfürsten zur Bibliotheca Palatina.
Unter ihm wurde die eher schmucklose Burg zum prunkvollen Schloss weiter ausgebaut. Bis ins 18. Jh.
wechselte die Kurpfalz mehrfach die Konfession. Über die Jahrhunderte blieb die Wirtschaft in Heidelberg
agrarisch geprägt, nur wenige industrielle Betriebe (Waggonfabrik Fuchs, Heidelberger Druckmaschinen
oder HeidelbergCement ) siedelten sich an. 1840 bekam Heidelberg mit der Strecke Mannheim-Heidelberg
den Anschluss an das Eisenbahnnetz. Drei Jahre später folgte die Verbindung nach Karlsruhe und 1862
wurde dann schließlich die Odenwaldbahn ins Neckartal fertig gestellt. Dies brachte der Stadt wohl den
meisten Tourismus im frühen 19.Jh ein. Die Ära des neu gegründeten deutschen Kaiserreichs brachte der
Stadt Ende des 19. Jh. Wachstum und Neuerung. Viele Ortschaften wurden eingemeindet und die
Infrastruktur wuchs. Eine erste Straßenbahn nahm zunächst 1885 pferdebetrieben ihren Betrieb auf und
wurde ab 1902 elektrifiziert. Der Neckar wurde zwischen 1925 und 1929 zur Wasserstraße ausgebaut
indem man Staustufen errichtete.
1935 wurde die Autobahn von Mannheim nach Heidelberg, die heutige Bundesautobahn 656, als eine der
ersten Autobahnstrecken Deutschlands eröffnet.
Als eine der wenigen deutschen Großstädte erlitt Heidelberg im Zweiten Weltkrieg nur geringfügigen Schaden.
Heidelberg wurde Teil der amerikanischen Besatzungszone und Standort hoher Kommandostellen der
US-Armee und der NATO.
Das größte bauliche Projekt der Nachkriegszeit war die Verlegung des Hauptbahnhofs an seine heutige Stelle.
Schon seit Jahrzehnten hatten Pläne bestanden, den alten Kopfbahnhof durch einen neuen Durchgangsbahnhof
zu ersetzen. 1955 wurde dann schließlich der neue Hauptbahnhof, zu dem Zeitpunkt der modernste Bahnhof der
Bundesrepublik, nach vierjähriger Bauzeit rund 1,2 Kilometer westlich des alten Standortes eingeweiht.

>>> Heidelberg, Dez. 2006
>>> Heidelberg, Jan. 2007


Quellen: Internetpräsenz der Stadt Heidelberg
             Internetpräsenz der Zentrale für Unterrichtsmedien e.V.
             Internetdatenbank unter kelten-info-bank.de
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Rekonstruktion auf Basis hist. Beschreibungen und anderer Wappen, die das Hennebergische beinhalten

















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Henneberg                                                                                                       
(Text: Sabrina, Stand: 01. Juni 2010)

Die kleine Gemeinde Henneberg bei Meiningen hat heute etwa 700 Einwohner. Der Ort erstreckt sich über
13 km² in ländlicher Umgebung. Ungefähr in 10km Entfernung liegt die Stadt Meiningen.
Die Burgruine Henneberg liegt östlich des Örtchens auf dem so genannten Schlossberg.
Vom Adelsgeschlecht der Henneberger erbaut, war die Burg Henneberg bis ins 13. Jh. der Stammsitz der
Grafen von Henneberg. Ausgrabungen belegten, das der Berg bereits 700-500 v. u. Z.  besiedelt war, eine
kleinere Anlage der Burg wurde wahrscheinlich im 11. Jh. u. Z. errichtet. Im 13. Jh. wurde diese unter
Poppo VII. erweitert bzw. ausgebaut. Im Bauernkrieg wurde die Burg 1525 niedergebrannt.
Im 16. Jh. benutzte man die Burg teilweise als Steinbruch und seit dem Dreißigjährigen Krieg ist die Burg
verlassen und zerfiel zusehends. 1784 veranstaltete Herzog Georg I. ein Volksfest auf dem Burggelände
anlässlich des Geburtstages seiner Mutter. Für dieses Fest brach man einen Zugang in den Bergfried und
säuberte das Gelände und die Wege. Im 19.Jh. fiel die Burg mehreren Stürmen zum Opfer, so dass die
Herzöge von Meiningen Erhaltungsmaßnahmen einleiteten. Lange Zeit war die Ruine sich selbst überlassen.
Sie lag im Grenzgebiet der ehemaligen DDR und damit nicht zugänglich. Nach der Wiedervereinigung
Deutschlands gründete sich 1990 der „Club Henneberg e.V.“, der mit den Erhaltungsmaßnahmen der Burg
begann. Der Burghof war im Laufe der Jahre mit Unkraut überwuchert und musste aufgeräumt und
gesäubert werden. Außerdem musste das Mauerwerk gesichert werden wozu man die umliegenden Steine
nahm. Dem Club ist es zu verdanken, das die Burg heute wieder öffentlich zugänglich ist!
Erhalten sind heute noch der Bergfried, ein Rundturm, die Apsis der Kapelle, die Außenwand des Palas,
ein Brunnenschacht, ein Kellerabgang, der vollständige Bering, sowie Grundmauern einzelner Gebäude und
Teile der Ringmauern. Auf der Rückseite des Bergfrieds führt eine stählerne Treppe hinauf zum Aussichtspunkt,
von wo man eine wunderbare Aussicht und den besten Überblick über die Burg erhält.

>>>Ruine der Henneburg


Quellen: Internetpräsenz der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten
             Internetpräsenz der Tourist Information Thüringen
 
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Wappen bis 2004







































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Seeheilbad Heringsdorf                                                                                   
(Text: Sabrina, Stand: 21. Juni 2011)

Eines der ältesten Seebäder der Insel Usedom ist heute das größte Seebad der Insel. Wir sind hier in Heringsdorf. Zwischen Gothensee und der Pommerschen Bucht, zwischen Bansin und Ahlbeck, liegt das vornehmste der 3 Kaiserbäder – Heringsdorf. Ein ca. 10km langer Sandstrand verbindet die drei Kaiserbäder. Kaiserbäder deshalb, weil der deutsche Hochadel, ja selbst der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm, (späterer König Friedrich Wilhelm IV) residierte hier. Dem Kronprinzen verdangt das Heilbad seinen Namen. 1820 wurde er vom Oberforstmeister und den Einwohnern gebeten bei der Namensgebung behilflich zu sein. Heringsdorf ist eine alte Fischersiedlung in der Hering verarbeitet wurde, daher der Name. Obwohl das Örtchen im 19.JH ausgebaut wurde geht die Geschichte in das 14.JH zurück, als Rüdiger von Nienkerken 1392 die Herberge Tessentin am Kulmberg errichtete. Im Besitz der Güter Mellenthin und Gothen bestand seine Herberge noch bis in den 30 jährigen Krieg. Später entstand daraus der Ort Neukrug und schließlich Heringsdorf. Im 17. JH ging das Dorf in Besitz der Schweden über und gehörte ab 1720 zu Preußen. Die Fischersiedlung entstand hier 1818 durch Oberforstmeister Georg Bernhard von Bülow, er erwarb einen Teil des Rittergutes Mellenthin. Dazu gehörten auch das Rittergut Gothen, das Bauerndorf Neuhof, die Fischerkolonie Neukrug und das Fischerdorf Ahlbeck. Er gestattete Fischern aus Neuhof und Neukrug Salz- und Fischerhütten am Kulm zu errichten und zu betreiben. Ab 1825 entwickelte sich der Badebetrieb in Konkurrenz zum Seebad Swinemünde. Seit 1879 trägt Heringsdorf den Namen Seebad und ist eine selbstständige Gemeinde. Zur Entwicklung des schicken Seebades hatte die Bankierfamilie Delbrück erheblichen Anteil. Sie gründeten 1872 die Aktiengesellschaft Ostseebad Heringsdorf. Sie kauften Wald, einige Häuser und erwarben die bereits bestehende Badeanstalt. Hinzu ließen sie neue Häuser, die hölzerne Kaiser-Wilhelm Seebrücke und ein Familienbad errichten. Unter anderem entstand das Hotel "Atlantic", noch bis 1920 betrieb die Familie das Kur- und Bäderwesen. Gegen Ende des 19.JH begann der Bahnbau und 1894 erhielt Heringsdorf den Bahnanschluss nach Swinemünde. Seither stiegen die Tourismuszählen und nicht nur berühmte Persönlichkeiten wie Johann Strauß, Thomas Mann, Lyonel Feininger, Theodor Fontane, König Friedrich Wilhelm IV von Preußen und Kaiser Wilhelm II hielten sich hier auf, auch für das normale Volk wurde Heringsdorf zum Erholungsort. Es ist sicher nicht der günstigste Ort an der See, allerdings kann sich das Freizeitangebot sehen lassen. Feiner Sandstrand läd zum Baden ein, die Seebrücke ist eher eine Vergnügungsmeile als Prestigeobjekt (Restaurant, Muschelmuseum, Wachsfigurenkabinett, Kino) hier finden sogar jedes Jahr Modenschauen statt und der Baltic-Fashion-Award wird hier verliehen. Ob Kurkonzerte in der Konzertmuschel, in die Spielbank oder in die Sterne schauen in der benachbarten Volkssternwarte Manfred von Ardenne, in Heringsdorf ist immer was los. Im Winter gibt es sogar eine Eisbahn nahe dem Strand. Fürs Sightseeing ist auf jedenfall die kaiserliche Bäderarchitektur erwähnenswert.

>>> Heringsdorf am Neujahrstag 2011


Quellen: Internet-Informationsseite über Heringsdorf von Andreas Reuter
             Internetpräsenz der 3-Kaiser-Bäder (der Usedom Tourismus GmbH)
             Internet-Informationsseite zur Insel Usedom (der Manet Marketing GmbH)
             Internet-Informationsseite über die Inseln Usedom und Wollin von Hans-Jürgen Reichardt
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Kap Arkona und Fischerdorf Vitt

...der Infotext folgt noch.



>>> Bilder vom Kap und von Vitt

 
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Ostseebad Koserow

...der Infotext folgt noch.







>>> Bilder von Koserow und den Salzhütten

 
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Theaterstadt Meiningen
                                                                                    (Text: Sabrina, Stand: 06. Mai 2010)

An den Ufern der Werra gelegen und von bewaldetem Hügel- und Bergland umgeben, zählt Meiningen zu
den ältesten Städten Südthüringens und erstreckt sich heute über 41,38 km². Die Gründung erfolgte
vermutlich im 8. Jh. auch wenn die Stadt erstmals 982 Urkundlich erwähnt wurde. Kaiser Otto II. übergab
mit dieser Urkunde sein Königsgut Meiningen dem Stift Sankt Peter und Alexander in Aschaffenburg.
1008 wurde Meiningen dem Bistum Würzburg als Lehen übergeben. 1230 wird Meiningen erstmals als Stadt
bezeichnet und erhält 1344 von Kaiser Ludwig dem  Bayern die Rechte der Freien Reichsstadt Schweinfurt.
Im 16. und 17. Jh. blühte Meiningen durch Barchent- und Leinenweberei auf, im Dreißigjährige Krieg wurde
die Stadt jedoch geplündert . 1680 wurde Meiningen zur Haupt- und Residenzstadt vom neu gebildeten
Herzogtum Sachsen-Meiningen. 2 Jahre später begann man mit dem Bau des Residenzschlosses
Elisabethenburg, in dem heute die Meininger Museen mit Ausstellungen zur Kunst-, Theater-, Musik-,
Literatur- und Regionalgeschichte zu sehen sind. Herzog Georg I. ließ ab 1782 den Englischen Garten anlegen,
der heute noch mit seinen künstlich angelegten Ruinen eine hohe Anziehungskraft auf Ruhe- und
Erholungssuchende ausübt. 1831 wurde das Meininger Hoftheater eröffnet und Meiningen erfreut sich seither
großer Besucherzahlen im Theater. 1858 bekam Meiningen den Eisenbahnanschluss nach Eröffnung der
Werrabahn. Im Jahre 1874 vernichtete ein verheerender Stadtbrand große Teile der Innenstadt, der
Wiederaufbau dauerte bis 1880.
Ende des 19. Jh. wird die Meininger Hofkapelle zu einem der gefragtesten Orchester in Europa und begibt
sich auf Gastspielreisen. Nach dem Brand des Hoftheaters wird 1909 das Gebäude des neuen Hoftheaters
eröffnet. 1914 begann die Arbeit in der Hauptwerkstatt der Preußischen Staatsbahn, die später zum
Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) wurde und heute als Dampflockwerk Meiningen bekannt ist. Jährlich
finden die Dampfloktage in Meiningen statt, die Liebhaber der Stahlkolosse aus ganz Deutschland anziehen.
1920 wird Meiningen zur Kreisstadt in Thüringen. Nach einem Bombenangriff 1945 war Meiningen schwer
beschädigt und es gab viele Tote.
Die erste Poliklinik Thüringens wurde 1949 in Meiningen gegründet. 1973 wurde im Meininger Grenzgebiet
eine offiziellen Grenzübergangsstelle zwischen der DDR und der BRD eröffnet die nach der Grenzöffnung
1989 hinfällig wurde.

>>> Bilder der Stadt Meiningen folgen...


Schloss Elisabethenburg                                                                                    (Text: Sabrina, Stand: 17. Juni 2010)

Einst stand an gleicher Stelle im nordwestlichen Teil der Stadtbefestigung die bischöfliche Meininger Stadt-
burg, die um 1432 von Bürgern Meiningens zerstört wurde und eine Zeit lang als Ruine verblieb.
In den Jahren 1509-1511 wurde diese von den Bürgern wieder aufgebaut, allerdings wurden die Meininger
dafür bezahlt und mussten nicht wie sonst üblich Frondienste leisten. Von 1682 -1692 ließ Herzog Bernhard I.
auf dem Gelände Schloss Elisabethenburg als künftigen Residenzsitz seiner Dynastie erbauen welches bis
1918 das Residenzschloss der Herzöge von Sachsen-Meiningen war. Der Bauentwurf vom Schloss geht
vermutlich auf Christian II. Richter zurück, der auch als  Baumeister der Schlösser in Römhild, Saalfeld und
Coburg tätig war. Den Namen erhielt das Schloss zu Ehren Herzog Bernhards zweiter Gattin Herzogin
Elisabeth Eleonore aus dem Hause Braunschweig-Wolfenbüttel. Mehrmalige bauliche Veränderungen
(besonders im 19. Jahrhundert) an Fassade und Dach, sowie Umbaumaßnahmen im Inneren, zur Anpassung
an Wohn- und Repräsentationsbedürfnissen, haben der imposanten Schlossanlage ihr heutiges Erscheinungs-
bild gegeben. Zu den architektonischen Höhepunkten gehören die Schlosskirche „Zur Heiligen Dreifaltigkeit“
und der Hessensaal in der Dachzone des Treppenturms. Meisterhafte Wand- und Deckenstuckarbeiten 
insbesondere in der mittleren Schlossetage entstanden im 18. Jh. durch  Bernhard Hellmuth. Der prächtige
Marmorsaal von 1907 glänzt im neuklassizistischen Stil.
Als Teil der ehemaligen Stadtburg ist der sogenannte Bibrabau als Nordflügel der „Elisabethenburg“ erhalten,
er wurde architektonisch modifiziert. Stadtseitig liegt der Hauptzugang des Schlosses und führt durch einen
Rundbau in den Ehrenhof des barocken dreiflügeligen Baukomplexes. Dieser Schlossbereich beherbergt seit
der Zerstörung des Meininger Rathauses 1945 das kommunale Verwaltungszentrum. Allseitig umgrenzt von
der stattlichen Schlossfassade liegt der gärtnerisch liebevoll gestaltete Schlosshof, der zum Verweilen und
„Durchatmen“ im Alltagsstress einlädt. Neben den Meininger Museen mit dem Museumscafé im Hessensaal 
bilden auch das Thüringische Staatsarchiv Meiningen und weitere Archive sowie die Musikschule „Max
Reger“ und das Restaurant „Schlossstuben“ ein kulturelles Zentrum der Stadt. Zum unmittelbaren Schloss-
areal gehören die ehemalige Herzogliche Reithalle, die heute den idealen Rahmen für das Meininger Theater-
museum „Zauberwelt der Kulisse“ bildet, der ehemalige Herzogliche Marstall (heute städtischer
Verwaltungssitz) und der ausgedehnte Schlosspark in der Werraaue.

>>> Schloß Elisabethenburg



Schloss Landsberg bei Meiningen                                                                    
(Text: Sabrina, Stand: 18. Juni 2010)


Von Walldorf Richtung Meiningen fahrend erkennt man schon von Weitem auf einer bewaldeten Bergkuppe
ein imposantes Schloss, einst stand hier die Burg Landeswehr. Sie wurde im 11. Jh. gebaut und unterlag wie
auch das einstige Meininger Stadtschloss dem Bistum Würzburg. Ab 1129 war die Burg im Besitz der Herren
von Landeswehr, als Bestandteil der Schutzanlagen der nördlichsten Landesteile des Bistums Würzburg
(Landwehranlagen) bekannt. Die Besitzer der Burg wechselten häufig, sie diente aber stets  zur Sicherung
der Handelsstraße Gotha-Würzburg-Frankfurt.
Im Bauernkrieg und im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Burg so viel Schaden, das sie unbewohnbar blieb.
Teile der Schutzmauern und des Bergfriedes sprengte man nach 1682 und verwendete das Material beim
Bau des Residenzschlosses Elisabethenburg in Meiningen. Nur der Stumpf des gesprengten Bergfriedes und
der Brunnenschacht blieben erhalten. 1793 erwarb Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen den Burgberg,
ließ ihn jedoch wie er war. Sein Sohn Bernhard II. Erich Freund von Sachsen-Meiningen, ließ dann ab
1836 das jetzige Schloss Landsberg im neugotischen Stil errichten. Mehrere Besuche in England bei seiner
älteren Schwester Adelheid, die ab 1830 als Queen Adelaide neben King William IV. regierte, dürften zur
Anregung des Baus nach dem Vorbild englischer Adelssitze geführt haben. Der alte Name Landeswehr wurde
im neuen Namen Landsberg verewigt, es ist eine Ableitung von Landwehrberg. Bernhard II. bewohnte das
Schloss eher selten, sein Nachfolger Georg II. mied es als Wohnung ganz und ließ, wie schon von seinem
Vater begonnen, Teile der herzoglichen Kunstsammlungen hier unterbringen. Bis zum 1. Weltkrieg war das
Schloss öffentlich zugänglich. Mit seinem ursprünglichen Mobiliar und den hinzugekommenen Ausstellungs-
stücken war es seinerzeit das meistbesuchte Schloss in Sachsen-Meiningen.
1920 wurde das Schloss mit nahezu allem Inventar an einen New-Yorker Kaufmann verkauft, dieser
beanspruchte es als Wohnsitz. Wie auch die vorherige Burg Landeswehr wechselten häufig die Besitzer des
Schlosses, so gehörte es einer Berliner Familie, nach dem 2. Weltkrieg wurde es verstaatlicht und wechsel-
weise als Altenheim, medizinisches Bildungszentrum des damaligen Bezirkes Suhl und Gaststätte des HO-
Kreisbetriebes Meiningen genutzt. Während dieser Zeit wurde ein Großteil des Inventars zerstört oder
entfernt.
In den Jahren 1975 – 1978/79 wurde es als Luxus-Hotel vom HO-Kreisbetrieb umgebaut. 1991 bis 1996
befand sich das Haus im Besitz der S.-M. (Sachsen-Meining´schen) Hotel Schloss Landsberg GmbH &
Co. KG und wurde von Friedrich-Ernst (Ur-Urenkel von Georg II.), Prinz von Sachsen-Meiningen betrieben.
Seit März 1997 steht das Schloss unter der Leitung der "Meininger Hotels mit Flair GmbH". Anfang 2003
wurde es noch einmal komplett saniert und neu möbliert.

>>> Schloß Landsberg


Quellen: Internetpräsenz der Theaterstadt Meiningen
             Internetpräsenz des Dampflokwerkes Meiningen
             Internetpräsenz der Meininger Hotels mit Flair GmbH
             Internetpräsenz Kulturstiftung Meiningen-Eisenach
             Internetpräsenz der rhoenline-media GmbH (rhoenline.de)
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Meißen

...der Infotext folgt noch.






>>> Bildergalerie von Meißen
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Putbus

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>>> Bilder von Putbus
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Hansestadt Stralsund
                                                                                                            (Stand: 05.Mai 2010)

Die Hansestadt an der Ostseeküste ist sozusagen das Tor zur Insel Rügen, für alle die ohne Schiff oder Boot
auf die Insel gelangen möchten. Stralsund selbst liegt auf dem Festland und ist durchaus einen Besuch wert.

Am 31. Oktober des Jahres 1234 erteilt der Rügenfürst Wizlaw I. Stralsund das lübische Stadtrecht. Im Jahr
1240 wird die Stadt - damals noch mit dem Namen Stralesund - erstmals urkundlich erwähnt, das älteste
Stadtsiegel stammt von 1265. Begünstigt durch den Fischreichtum der umliegenden Küsten- und Bodden-
gewässer, der guten landwirtschaftlichen Erträge des Umlandes und der Insel Rügen sowie der strategisch
vorteilhaften Lage erlebt die Stadt einen großen Bevölkerungszustrom aus der Region. Stralsund wächst
nach dem Eintritt in die Hanse Ende des 13. Jh. zu einer blühenden Handelsstadt, erwirbt die Gerichtsbarkeit
und die Münzgerechtigkeit.
Nachdem zunächst der dänische König Erik Menved und darauf König Waldemar IV. Atterdag die Vormacht-
stellung der Hanse militärisch zu brechen versuchten, daran jedoch beide scheiterten, wurde am 24. Mai 1370
der "Friede zu Stralsund" zwischen den Hansestädten und dem Königreich Dänemark geschlossen. Zu dieser
Zeit gehört Stralsund bereits rund 45 Jahre zum Herzogtum Pommern-Wolgast.
Eine weiterer Eroberungsversuch folgte in der Zeit vom 13. Mai bis 21. Juli 1628 mit der Belagerung
Stralsunds durch die kaiserlichen Truppen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation unter Führung
des kaiserlichen Feldherrn Albrecht von Wallenstein. Mit Unterstützung schwedischer und dänischer Truppen
widerstand die Bevölkerung jedoch der Belagerung. So musste sich Wallenstein mit seinen Truppen am
24. Juli 1628 zurückziehen.
In der Konsequenz des "Westfälischen Friedens" von 1648 gelangte unter anderem die Stadt zum Königreich
Schweden, was mit einer fünfjährigen dänischen Verwaltungspreiode zwischen 1715 und 1720 knappe 200
Jahre Bestand hatte. Während dieser Zeit wurde die Stadt mehrfach von dänischen, sächsischen, russischen
und napoleonischen Armeen angegriffen. Die "Schwedenzeit" endet offiziell im Jahre 1815, nachdem die
Truppen Napoleons die Stadt eingenommen hatte.
Nach der Niederlage des Napoleonischen Reiches wird Stralsund Sitz des Regierungsbezirkes unter preußischer
Herrschaft.
Gegen Ende des zweiten Weltkrieges erleiden Bevölkerung und Bauwerke der Stadt am 06. Oktober 1944 beim
alliierten Bombenangriff verheerende Verluste und Schäden und gehört in Folge der Kapitulation des
Deutschen Reiches ab 1945 zur sowjetischen Besatzungszone und später zur DDR.
Heute (Stand 2009) hat die kreisfreie Stadt rund 57.000 Einwohner und wird jährlich von tausenden Touristen
besucht.
Die Altstadt spiegelt, trotz der vielen Angriffe und Großbrände im Mittelalter und der jüngeren Vergangenheit,
noch immer das Bild eines einstigen Handelszentrums aus dem 14. und 15. Jh. wieder, was nicht zuletzt durch
die typischen Backsteinbauten im gotischen Stil belegt wird - was der Stadt immerhin den Status als UNESCO
Welterbe eingebracht hat.
Um nicht ganz so weit in die Vergangenheit zu gehen, sei in diesem Zusammenhang das Meereskundemuseum
erwähnt. Die Ausstellung beschäftigt sich aber nicht allein mit dem Leben im Meer und dessen Entwicklung,
sondern ebenso mit der Nutzung durch den Menschen - der Fischerei. Das Meeresaquarium im Museum stellt
schließlich den Übergang zwischen dem Vergangenen und dem Nachgestellten und der Natur selbst her...
 

>>> Stralsund, Dezember 2009
>>>
Im Meereskundemuseum Stralsund, Dezember 2009 - in Vorbereitung -

Quellen: Internetpräsenz der Hansestadt Stralsund
             Internetpräsenz der Tourismuszentrale der Hansestadt Stralsund
            
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Ostseebad Ückeritz                                                                                         
(Text: Sabrina, Stand: 06. Mai 2010)

Ü
ckeritz auf der Insel Usedom liegt zwischen den Orten Stubbenfelde und Bansin. Da Ückeritz mit an der
schmalsten Stelle der Insel liegt, kommt man sehr schnell zum Achterwasser oder zur Ostsee. Um den Ort
erstrecken sich ausgedehnte Wiesenflächen, schilfbestandene Uferzonen und ein Misch-und Buchenwald.
Das erstmals 1270 Urkundlich erwähnte Fischerdorf Ukerz (slawischer Begriff für Grenzdorf) ist heute auf
eine Fläche von 13,85 km² angewachsen.
1388 wurde das erste Gasthaus “Krug am Wockninsee“ gebaut. Unter dem Dreißigjährigen Krieg hatte das
Dorf sehr zu leiden. Es wurde nahezu vollständig zerstört, nur wenige Menschen überlebten den Krieg, die
Hungersnot und die Pest. 1648 fiel das Örtchen unter schwedische Herrschaft, 1660 siedelten sich wieder
sechs neue Bauern an und es begannen ruhigere Zeiten. Im 18.Jh. wurde die Insel Usedom von Preußischen
Truppen erobert.
Das Dorf wuchs nun langsam an, 1740 erhielt Ückeritz als erster Ort der Insel einen „Schulhalter“, 1820
besaß der Ort die erste Schule. Nach Fertigstellung der Straße zwischen Bansin und Zinnowitz im Jahre 1870,
rollte nun die Postkutsche auch an Ückeritz vorbei, Ende des 19.Jh. gab es dann die ersten Urlauber in
Ückeritz. Anfang des 20. Jh. ging es mit dem Örtchen voran, so entstand die erste Badeanstalt, eine neue
Schule wurde gebaut und Ückeritz erhielt Anschluss an die Bahnstrecke nach der Einweihung der Strecke
Heringsdorf – Wolgast im Jahre 1911.
Ab 1946 siedelten sich immer mehr wichtige Einrichtungen (Arztpraxis, Sportplatz, Kindergarten, Kurplatz,
Zeltplatz, Kaufhalle, Post, Sparkasse, neue Schule, evangelische Kapelle, Friedhofshalle, Eigenheime,
Kleingartenanlage) an, die den Ort aufblühen ließen.
Ückeritz wurde an das zentrale Be- und Entwässerungssystem angeschlossen und 1993 entstand eine neue
Reha-klinik. Usedom gehört heute zu den Bersteinbädern, da man, wenn man Glück hat, gleichnamige
Goldstücke am Strand finden kann. Spaziergänge am Strand nach Bansin entlohnen mit herrlichem Ausblick
auf das Meer. Geht man jedoch durch die Wälder erreicht man den Wockninsee, oder man legt die Tour in
Richtung Pudagla und besucht dort den Gesteinsgarten mit riesigen Findlingen. In Ückeritz gibt es die
Heimatstube die über das ehemalige Fischerdorf informiert, lecker Fisch essen kann man auf dem Weg zum
Achterwasser im Restaurant des „Hotel Ratscafé“ und im Restaurant „Traumboot“.
Am kleinen Hafen am Achterwasser angekommen, findet man das tolle Eiscafé und Pension
"Am Achterwasser", in dem man viele Sanddornspezialitäten bekommt, die Sanddorntorte und das
Sanddorneis sollte man unbedingt probieren.

>>> Ückeritz zwischen Januar 2009 und Januar 2010
>>> Usedomer Gesteinsgarten bei Ückeritz



Quelle: Internetpräsenz der Gemeinde Ückeritz
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Walldorf
                                                                                                           (Text: Sabrina, Stand: 06. Mai 2010)

Das Thüringer Örtchen Walldorf liegt an der Werra im Landkreis Schmalkalden-Meiningen. Erstmals wird
Walldorf  im Jahre 982 erwähnt, Kaiser Otto II. verschrieb einen Teil seiner Besitzungen in Walldorf der
Sankt Peterskirche zu Aschaffenburg. Vermutlich ist das Dorf aber älter, denn die Kirchburg Walldorf
wurde schon im Jahre 650 als Königshof gegründet.
Ab dem 15. Jh. diente die Burg dem Schutz der ortsansässigen Bevölkerung bei feindlichen Angriffen.
1634 wurde die Burg bis auf die Grundmauern zerstört, und um 1648 wieder neu errichtet. Seit der
umfassenden Innensanierung  2007 ist die Kirche wieder in Betrieb.
Im Ortskern kann man viele Fachwerkhäuser sehen, einige davon sind sogar noch aus dem 16. und 17. Jh.
Die Sandstein- und Märchenhöhle ist eine von Menschenhand geschaffene Höhle mit einer Fläche von
65.000m2 Fläche. Für Groß und Klein gibt es hier im unterirdischen Labyrinth Märchenfiguren zu bestaunen.
In der Höhle wurde Sand abgebaut, so ist auch das Leben der Sandmacherfamilien in der Höhle dargestellt.
Walldorf erfreut sich einer guten Anbindung an das Eisenbahn- und an das MBB-Netz (Buslinien der
Meininger Busbetriebs GmbH).

>>> Kirchenburg


Quellen: Internetpräsenz der Gemeinde Walldorf
             Internetpräsenz der
Sandstein- u. Märchenhöhle Walldorf
             Internetauftritt des Angelvereins Walldorf

 
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Wasungen
                                                                                                     (Text: Sabrina, Stand: 06. Mai 2010)

Die Thüringer Karnevalsstadt Wasungen liegt im Werratal und zählt mit zu den ältesten Städten der
Region. Erstmals wurde Wasungen im Jahre 874 als „Vuasunga“ in einer Schenkungsurkunde erwähnt.
Die Adlige Kunihilt schenkte ihren Besitz (Ländereien und Hörige von Vuasunga) dem Kloster Fulda.
Die heutige Stadt entstand im 12. Jh. aus einer Marktsiedlung unterhalb ihrer Burg auf dem Schlossberg.
Diese Burg ist heute als „Maienluft“ bekannt. Vom 13. bis 16. Jh. gehörte Wasungen der Grafschaft
Henneberg. In der Zeit vergrößerte sich das Städtchen. Das mittelalterliche Straßennetz wurde gebaut,
eine erste Kirche bekam das Örtchen und die Stadtmauer verband 1325 die zuvor errichteten Eckpunkte
der Stadt. Die Mauer besaß insgesamt 3 Stadttore, 10 Wehr- und Wohntürme und Umgab die Altstadt.
Ein Wilhelmiterkloster wurde gegründet, das einen ansehnlichen Grundbesitz hatte. Es bestand bis 1525.
Im 16. und 17. Jh. blühte Wasungen auf, das Textilgewerbe und die Metallverarbeitung siedelten sich an,
und die Bevölkerung verdoppelte sich.
Der Dreißigjährige Krieg unterbrach jedoch das aufblühen und Wasungen hatte große Schäden zu
verzeichnen. Im 18.Jh. erblühte das Städtchen durch Metall-, Leder-, Tabakverarbeitung und –handel
für eine Kurze Zeit erneut. Im 19. Jh. setzte erst nach dem Bau der Werra-Bahn und der Einführung der
Gewerbefreiheit in Sachsen-Meiningen die Industrialisierung in Wasungen ein. Die Wirtschaft wuchs mit
den Zigarrenmanufakturen, Papier-, Tuben- und Dachpappenfabrik, den Sägewerken und mit dem
Korbwarenbetrieb. Nach 1945 kamen die Glasveredlung, Uhrenfabrik und Wintersportgerätewerk hinzu.
Seit der Wende steht die Altstadt Wasungens als Flächendenkmal unter Ensembleschutz.
Viele Fachwerkhäuser und das alte Rathaus prägen das Bild der Stadt. Der berühmte Wasunger
Karneval findet spätestens seit 1524 statt denn damals bezahlte, laut einer Stadtrechnung, der
Bürgermeister den Mitwirkenden einen Eimer Bier.

>>> Bilder der Stadt Wasungen folgen...


Burg Maienluft bei Wasungen
                                                                             (Text: Sabrina, Stand: 21. Juni 2010)

Die Geschichte des Wahrzeichens der Stadt Wasungen die Burgruine "Maienluft" geht auf eine Höhenburg
aus dem 12. Jahrhundert zurück. Vor 1150 muss die Burg errichtet worden sein, da 1157 erstmals ein Sigfrid
aus dem Geschlecht der Ritter von Wasungen erwähnt wurde. Im Jahre 1190 wurde die Burg erstmals
urkundlich erwähnt und 1230 ging die Kleinherrschaft Wasungens an die Grafen von Henneberg über, unter
dessen Herrschaft die Burg weiter ausgebaut wurde. In dieser Zeit wurde auch der Turm (Bergfried) errichtet
von dem man heute eine herrliche Aussicht auf das Werratal und die nahe gelegene Vorderrhön hat. Maienluft
bestand aus einer Vorburg und der höher gelegenen Kernburg. Der Eingang war ein spitzbogiges Tor an der
Südwestecke und mit doppeltem Mauerring und Graben zum Landrücken war die Burg gut geschützt. Heute
kann man noch Reste der Umwehrung der Vor- und Kernburg sowie der ehemaligen Burgkapelle besichtigen.
In den Wirtschaftsgebäuden aus dem 19. Jahrhundert ist heute ein Hotel und Restaurant untergebracht.
Die Burg überstand den Bauernkrieg unbeschädigt, trotzdem verlor sie ihre strategische Bedeutung. Der
einstige Adelssitz wurde als staatliches Gut einem Pächter unterstellt.
1672 kam die Burg in den Besitz des Herzogtums Sachsen-Meiningen, nachdem sie 1660 durch das Aussterben
des Henneberger Geschlechts an das Herzogtum Sachsen-Gotha fiel. Auch nach dem sog. Wasunger Krieg im
Jahr 1747, der zwischen den beiden wettinischen Adelslinien geführt wurde, blieb sie im Besitz Meiningens.

>>> Burg Maienluft


Quelle: Internetpräsenz der Stadt Wasungen
           Internetpräsenz des Hotels / Restaurants Burg Maienluft
           Internetauftritt der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Rhön (rhoen.de)
 
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Weimar
                                                                                               (Text: Sabrina, Stand: 09. Juni 2010)

Die Thüringer Stadt Weimar erstreckt sich über eine Fläche von 84,26 km², umgeben von sanften
Hügeln entlang der Ilm. Nördlich des Stadtgebietes liegt der Ettersberg, der mit Buchen- und
Eichenmischwald bewachsen ist. Auf diesem Berg etwas außerhalb von Weimar liegt die Gedenk-
stätte Buchenwald. Sie wurde 1958 als nationale Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald eingeweiht
und 1963 hatte der Buchenwaldfilm "Nackt unter Wölfen" seine Welturaufführung.
Weimar besitzt ein kulturelles Erbe, so dürften die Begriffe Bauhaus und Weimarer Republik bekannt
sein. Aber auch Persönlichkeiten wie Goethe, Herder und Schiller prägten die Weimarer Klassik.
Das Gebiet um Weimar war zwischen 200000 und 100000 v. u. Z. von eiszeitlichen Jägern und
Großwildjägern besiedelt.
899 u. Z. wurde die Stadt erstmals als "Vvigmara" in einer Urkunde des Kaisers Arnulf von
Kärnten erwähnt und im Jahre 1254 wird Weimar erstmals urkundlich als Stadt (in civitate
nostra Wimare) bezeichnet. Die Stadtgründung selbst, mit dem Löwen als Wappentier, muss
zwischen 1230 und 1250 erfolgt sein. In den Jahren dazwischen wurde die spätere Stadtkirche
St. Peter gebaut.
Im Jahre 1424 wütete ein großes Feuer in der Stadt und vernichtete große Teile der Häuser, der
Burg, der Stadtkirche und des Rathauses. 1552 wählte Johann Friedrich der Großmütige die
Stadt Weimar zur seiner neuen Residenz, mit ihm kam der Maler Lucas Cranach d. Ä. in die Stadt
der sein berühmtes Altarbild „Christus am Kreuz“ in der Stadtkirche begann und 1553 in der
Stadt verstarb.
Im Jahre 1708 kam Johann Sebastian Bach als Hoforganist und Konzertmeister der Hofkapelle
nach Weimar, wo er bis 1717 am Weimarer Markt wohnte. 1759 übernahm die verwitwete
Herzogin Anna Amalia die vormundschaftliche Regentschaft für ihren minderjährigen Sohn
Herzog Carl August, der 1775 die Regentschaft übernahm.
Nach der Einladung von Herzog Carl August kam 1776 der Dichter Johann Wolfgang Goethe
nach Weimar, der als Geheimer Legationsrat in das oberste Beratungsorgan des Herzogs eintrat.
Johann Gottfried Herder kam auf Vermittlung Goethes als Superintendent ebenfalls nach Weimar.
1787 weilte erstmals auch Friedrich Schiller in Weimar. 1799 wählte er Weimar endgültig zu
seinem Wohnsitz wo er seiner Arbeit als freier Schriftsteller nachging.
1791 wurde das Weimarer Hoftheater gegründet, welches von Goethe bis 1817 geleitet wurde.
Auf dem Wiener Kongress im Jahre 1815 wurde das kleine Herzogtum zum Großherzogtum
erhoben und Carl August zum Großherzog. Er gab 1816 als erster deutscher Fürst seinem Land
eine eigene Verfassung.
Im Jahre 1846 wurde Weimars Bahnhof eröffnet und die Stadt bekam einen Eisenbahnanschluss
nach Halle und Erfurt.
1899 fuhr eine erste Straßenbahn die erst von Pferden gezogen und später elektrisch betrieben
wurde. Nach der Novemberrevolution 1918 musste der letzte Weimarer Großherzog abdanken.
Darauf hin tagte 1919 im Deutschen Nationaltheater die erste frei gewählte Nationalversam-
mlung und verabschiedete die erste demokratische Verfassung für Deutschland. Nach ihrem
Gründungsort nannte man die junge Demokratie "Weimarer Republik". Im gleichen Jahr
wurde unter Walter Gropius das „Weimarer Bauhaus“ gegründet, das sich zu einer Kunst-
schule der Moderne entwickelte.
Im Jahre 1920 wurde Weimar zur Landeshauptstadt des neu gegründeten Landes Thüringen und
blieb es bis 1952.
1937 wurde durch die Nationalsozialisten auf dem Ettersberg  das Konzentrationslager
Buchenwald errichtet, das die Sowjets nach 1945 als Internierungslager weiter nutzen. Einige
Teile der Innenstadt wurden während des 2. Weltkrieges durch Luftangriffe der Alliierten zerstört.
Darunter auch das Deutsche Nationaltheater welches 1948 mit Goethes "Faust" feierlich wieder
eröffnet wurde.
Ende der 90er Jahre wurden die klassischen Stätten Weimars und das Weimarer Bauhaus in die
Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. 1999 war Weimar  „Europäische Kulturhauptstadt“
und lockte mit rund 1000 Veranstaltungen sieben Millionen Gäste an, allein 50.000 Menschen
feierten in der Altstadt Goethes 250. Geburtstag. Im Jahre 2004 brach im Dachstuhl der
historischen Herzogin Anna Amalia Bibliothek ein Feuer aus, welches etwa 50.000 alte Bücher
vernichtete. Mit Spenden wurde die Bibliothek wieder restauriert und konnte 2007 wieder
eröffnet werden.


>>> Weimar, Herbst 2007


Quellen: Internetpräsenz der Stadt Weimar
             Internetpräsenz der Weimar Haus "Neue Geschichtserlebnis GmbH"
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Wolfsmünster
                                                                                                   (Text: Sabrina, Stand: 31. Mai 2010)

Wolfsmünster ist ein kleiner Ort mit 350 Einwohnern im fränkischen Saaletal und gehört zur Verwaltungs-
gemeinschaft Gemünden bzw. zum Ort Gräfendorf. Mit Anschluss an die Saaletalbahn in mitten von Wiesen,
Feldern und Wald liegt der idyllische Ort. Den Name verdankt der Ort dem fuldarer Klosterabt Baugolf, der
eine Zelle (Mutterpfarrei des Saaletals) in der Abgeschiedenheit der Natur erbauen ließ. Er und einige gleich-
gesinnte Brüder zogen sich in die Einsamkeit zurück um sich ihrem Seelenheil zu widmen (802 – 815).
Später entstand an dieser Stelle der Ort Baugolfszell der zu Baugolfsmünster, Bolsmünster und schließlich
Wolfsmünster wurde. Westlich der Kirche St. Wolfgang wurden bei Grabungen für einen Neubau die Gebeine
von 7 Menschen gefunden, sie sind ca. 900-1000 Jahre alt. Aufgrund von Kleidungsresten kann auf Mönche
geschlossen werden. Das Schloss von Wolfsmünster wurde wahrscheinlich 1584 von Albrecht von Thüngen
und dessen Sohn Philipp II. von Thüngen errichtet, nachdem der Besitz von Wolfsmünster 1550 von den
Grafen von Rieneck erstandenen wurde. Auch in Wolfsmünster ging das Besitzrecht von Schloss und Ort
im 17. Jh. an das Juliusspital über. Im 19. Jh. kam das Schloss in Privatbesitz. Mitte des 20. Jh. kaufte die
Stadt Frankfurt das Gebäude und ließ dort ein Kinderheim errichten. Das Heim wurde jedoch 1974
aufgegeben. Noch heute gehört das Anwesen der Stadt Frankfurt, das Hofgelände wird vom Ort für
Festlichkeiten genutzt. Am 18. März 2010 erschien in der Main-Post ein Artikel nachdem das Schloss
auf 99 Jahre Erbverpachtet sein soll. Die neuen Besitzer wollen darin ein Mehrgenerationenhaus errichten.
Der Ort läd, wie auch Gräfendorf, Naturfreunde aller Art zum verweilen ein. Radfaher und Wanderer
können sich im Saaletal auf ausgebauten Wegen von Ort zu Ort bewegen. Angler und Kanufreunde kommen
an der fränkischen Saale auf ihre Kosten.



 


Quellen: Internetpräsenz der Gemeinde Gräfendorf

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Herzogstadt Wolgast                                                                                                          
(Stand: 06.Mai 2010)

Bereits um das 6. / 7. Jh. u. Z. siedelten Slawen an der Peenemündung, wo heute Wolgast liegt. Besonders
günstig war die Lage für die slawischen Siedler, da sie über die Peene ins Landesinnere einfach Handel
treiben konnten. Aber auch Zuwanderer kamen auf diesem Wege in die Siedlung und nicht zuletzt die
Missionare der christlichen Kirche. Um 1128  vollzog Bischof Otto von Bamberg die Christianisierung der
dort ansässigen Bevölkerung, woraufhin das Land zu einem deutschen Herzogtum erklärt wurde. Etwa
1257 bekommt Wolgast das Stadtrecht erteilt und schon 1295 lassen die Herzöge von Pommern auf der
Insel im Peenestrom ein Residenzhaus errichten. Da die Mündung des Peenestromes bei Wolgast bis 1747
die einzige schiffbare Möglichkeit darstellte, für Fahrten (auch von der Oder aus) in die Ostsee, war hier
zudem eine lukrative Einnahmequelle der fürstlichen Zölle.
Im Laufe der Jahre aus dem Residenzhaus eines der schönsten Residenzschlösser im norddeutschen Gebiet,
wovon aus der Reformationszeit (um 1535) die besten Zeugnisse überliefert sind. Ein ca. 7m x 4m großer
Croyteppich mit dem Motiv der Stadt Wolgast und der Schlossinsel kann heute im Pommerschen Landes-
museum zu Greifswald betrachtet werden. Im Jahr 1628 stürmten und plünderten die Dänen, danach
kaiserliche und letztlich auch die schwedischen Truppen das Schloss. Im weiteren Verlauf des 30-jährigen
Krieges wurde dem Bauwerk durch den Beschuss brandenburgischer Truppen starke Zerstörung beigefügt,
wonach lediglich eine Ruine übrig blieb, die 1840 abgetragen wurde. Zu diesem Zeitpunkt war das
Wolgaster Fürstengeschlecht bereits aus Mangel an männlichen Erben ausgestorben.
Nach dem 30-jährigen Krieg, der Herrschaft der schwedischen Könige folgten der Brandenburgische Krieg,
der Nordische, der Siebenjährige Krieg, die Befreiungskriege wovon schließlich im Jahr 1713 der
Vergeltungsschlag des russischen Zaren Peter I., für die Brandsetzung der Stadt Altona durch die Schweden,
die verheerendsten Folgen für Wolgast und seine Bevölkerung hatte, die bis dahin obendrein mehrfach
gegen die Pest kämpfte, die im Jahr 1710 am Schlimmsten wütete. Die einstige pommersche Hauptstadt
wurde dabei regelrecht dem Erdboden gleich gemacht wurde. Lediglich drei Häuser und etwa 50 Einwohner
von vorher rund 3.000 überstanden diesen Angriff. Auch das symbolträchtige Rathaus wurde dabei fast
völlig zerstört, aber in der Zeit von 1720 bis 1724 wieder aufgebaut. Der günstigen Lage für den Handels-
verkehr ist es wohl zu verdanken, dass Wolgast sich nach all der Zerstörungen halten und neu aufgebaut
werden konnte.
Wirklich erholen konnte sich die Stadt erst im Zuge der Industrialisierung im 19. Jh., als - auch begünstigt,
durch den Bau der Eisenbahnlinie von Züssow nach Wolgast, Handel und Schiffbau florierten.
1880 konnten die Stadtväter rund 30 kleine und mittlere Betriebe vorweisen. Der nächste Tiefschlag folgt
mit den Auswirkungen des zweiten Weltkrieges. Auch wenn wenig Kriegsschäden zu verzeichnen sind,
liegt die Wirtschaft nach Kriegsende am Boden.
Heute ist Wolgast eine Stadt, die sich wieder sehen lassen kann, die Spuren der Vergangenheit sind schon
recht gut "verheilt", da sich die Wolgaster vor allem auch nach der Wiedervereinigung Deutschlands
viel Mühe gegeben haben. Ein Besuch lohnt sich also definitiv. Besonders markant geprägt ist das Stadt-
bild durch die Kirche St.-Petri, die so Ende des 14. / Anfang des 15. Jh. gebaut wurde und mehrere Brände
weitgehend überstand. In ähnlicher Weise lenkt die Peene-Werft den Blick auf sich, die seit ihrer Gründung
im Jahr 1948 größter Arbeitgeber der Stadt ist, womit sich Historisches und Modernes sich hier gegenüber
stehen.

>>> Wolgast, Januar 2010



Quelle: Internetpräsenz der Herzogstadt Wolgast
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Würzburg
                                                                                               (Text: Sabrina, Stand: 10. Juni 2010)

Würzburg ist die Hauptstadt des Regierungsbezirks Unterfranken und liegt zu beiden Seiten des Mains
im mittleren Maintal. Die Studentenstadt hat heute 132.000 Einwohner, eine große Industrie hat die
Stadt nicht aber das milde Klima und die „grüne Lage“ ermöglicht den Anbau von Weinen.
Mit zahlreichen Veranstaltungen, Museen und Sehenswürdigkeiten zieht die Stadt ihre Besucher an.
Die Festung Marienberg, der Kiliansdom sowie eine Vielzahl weiterer Kirchen, Klöstern und Profan-
bauten sind Besuchermagneten, die Würzburger Residenz ist Weltkulturerbe der UNESCO.
Um 1000 v. u. Z. besiedelten Kelten das Gebiet um Würzburg. Eine keltische Fliehburg ist auf dem
Marienberg nachgewiesen. Später ließen sich die Franken in der Region nieder und ab  650 u. Z.
wurde Würzburg fränkischer Herzogsitz. Die Christianisierung erfolgte durch die iroschottischen
Missionare Kilian, Kolonat und Totnan, die 689 u. Z. in Würzburg ermordet wurden.
Im Jahre 704 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt und 2 Jahre später die Kirche auf dem
Marienberg geweiht. 742 wurde das Bistum Würzburg gegründet und um 788 der erste Dom gebaut.
Im Jahre 1156 heirateten Friedrich Barbarossa und Beatrix von Burgund, 12 Jahre später bestätigt
Barbarossa das fränkische Herzogtum.
Im 12. Jh. sang und dichtete der Minnesänger Walther von der Vogelweide häufig in Würzburg. Zur
Zeit des Bauerkrieges stand die Stadt auf der Seite der Bauern.
Im 16. Jh. wurde das Juliusspital und die Julius-Maximilians-Universität gegründet. Hier arbeitete
und entdeckte der Nobelpreisträger Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannten Strahlen im
Jahre 1895.  Heute zählt die Würzburger Universität zu den zehn besten Hochschulen.
Tiefe Wunden schlugen die Auseinandersetzungen des Dreißigjährigen Krieges. Schwedische Truppen
unter Gustav Adolf eroberten die Stadt und besetzten die Festung Marienberg.
Im 18. Jahrhundert folgte eine lange Zeit des Friedens und der Blüte. Die Barockzeit ließ Kunst und
Kultur zu erstaunlichen Leistungen aufblühen. Im Jahre 1720 wurde der Grundstein für die Residenz
gelegt und die barocke Umgestaltung der Stadt begann. Der Barockbaumeister Balthasar Neumann
baute u. a. die Residenz und das Käppele. Und der  Maler Giovanni Battista Tiepolo gestaltete das
größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt in der Residenz.
Nach der französischen Revolution und der napoleonischen Kriege ging das Hochstift Würzburg
zugrunde. Die Säkularisierung von 1803 löste den Hochstift auf. Im Jahre 1814 wurde Würzburg
bayerisch und 1821 entstand das Bistum Würzburg neu.
Ende des 19. Jh. stiftete der Würzburger Universitätsprofessor Dr. J. B. Schwab seine Bücher und
legte den Grundstock zu einer Stadtbibliothek im Rathaus. Die Bibliothek ist eine riesige, über
mehrere Etagen gehende, Informationsquelle. Das Rathaus in dem die Bibliothek unter gebracht
ist, ist mit seiner Fassade ein echter Hingucker. Die Stadtbücherei Würzburg wurde 2002  zur
"Besten Öffentlichen Bibliothek" gewählt,  und war 2003  "BIX-Sieger" im nationalen Biblio-
theksvergleich.
1945 wurde Die Stadt durch einen Luftangriff nahezu vollständig zerstört, der Wiederaufbau
dauerte bis 1970 an.
Im Jahre1985 eröffnete das Congress Centrum Würzburg und seit 1991 besitzt Würzburg einen
ICE-Anschluß.

>>> Würzburg, Mai 2008
>>> Würzbung, Juli 2008
>>> Residenz Würzburg


 Festung Marienberg zu Würzburg
                                                             (Text: Sabrina, Stand: 10. Juni 2010)

Um 1200 erfolgte die Gründung der Burg „Festung Marienberg“, aus dieser Zeit stammt der Bergfried,
die in den Jahren 1253 – 1719 Sitz der Fürstbischöfe war. Im 15. Jh. entstand die Hauptburg umgeben
von mittelalterlichem Bering mit Scherenbergtor, die nach 1600 zum Renaissanceschloss umgebaut
wurde. Nach der Eroberung durch Gustav Adolf von Schweden 1631, wurde sie im 17. Jahrhundert
zur Barockfestung ausgebaut und die Anlage des Fürstengartens entstand. Nach den Zerstörungen des
Zweiten Weltkrieges zog das Mainfränkische Museum in die Räume der Burg. Es zeigt eine große
Sammlung fränkischer Kunstwerke, darunter Plastiken von Tilman Riemenschneider; außerdem führt
sie eine vorgeschichtliche Sammlung, Zeugnisse fränkischer Weinkultur und eine Volkskunde-Abteilung.
Im Ostflügel befindet sich das Fürstenbaumuseum mit fürstbischöflichen Wohnräumen, der
Schatzkammer und einer Abteilung zur Stadtgeschichte Würzburgs. Für dieses Museum sollte man viel
Zeit mitbringen, da es viel zu sehen gibt.
Von der Burg hat man einen herrlichen Ausblick über die Alte Mainbrücke und die Stadt.

>>> Festung Marienberg


Quellen: Internetpräsenz der Stadt Würzburg
             Internetseite über die Geschichte Würzburgs auf deutsche-staedte.com 
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Ostseebad Zinnowitz                                                                                     
(Text: Sabrina, Stand: 06. Mai 2010)

Zinnowitz liegt auf der Insel Usedom zwischen Bannemin und Zempin. Dank der günstigen Lage ist  das
Achterwasser und die Ostsee gut zu erreichen. Im Jahre 1309 wurde das Örtchen, das damals noch „Tzys“
hieß, erstmals in einer Schenkungsurkunde erwähnt. Der Pommern - Herzog Bogislav IV. schenkte es mit
den Ortschaften „Crummin“ (Krummin) und „Mahlzow“ dem Kloster Crummin. Nach der Klosterauf-
lösung im Jahre 1563 gingen alle Klosterdörfer, auch „Tzys“ wieder in den Besitz des Herzogs von
Pommern-Wolgast über.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg fiel Vorpommern inklusive der Insel Usedom unter schwedischer
Herrschaft. Der alte Name wurde von „Tzys“ in „Zitz“ umbenannt. In der Mitte des 18. Jahrhunderts kam
es immer wieder zu Schlachten zwischen schwedischen und preußischen Truppen,  so fiel der Ort in
Preußische Gewalt und erhielt endgültig den Namen Zinnowitz.
Dank engagierter Bürger wurde 1851 die Genehmigung erteilt, in Zinnowitz ein Seebad zu errichten. Der
Anfang wurde gemacht, als man einen Anbau an das Gasthaus „Wigwam“ baute, der als Unterkunft für
Gäste diente, so stand nun das erste Hotel in Zinnowitz. Auf Holzpfählen baute man Damen- und Herren-
bäder direkt in die Brandung hinein. Das Baden in der Ostssee verlief unter den strengen Regeln der
Geschlechtertrennung, erst als man 1902 Familienbäder einführte lockerte das allmählich die Regeln und
die Gästezahlen stiegen. Durch die Errichtung des Seebades wuchs und blühte das Örtchen auf. Immer
mehr Menschen und Betriebe siedelten sich an. Viele Villen, Hotels und Gasthäuser wurden gebaut.
Im 19. Jh. wurde die Eisenbahnstrecke von Züssow nach Wolgast eröffnet. Nun war es möglich schneller
an die Ostsee zu kommen, denn die Benutzung der Fähre über die Peene und die  Postkutsche erleichterten
die Anreise. Nach dem 2. Weltkrieg war Zinnowitz dem Verfall nahe, es war kaum möglich Urlaub dort zu
verbringen. Da Zinnowitz keine Industrie hatte von der es leben konnte, musste unter starker Mithilfe der
Bürger der Badeort wieder ansehnlich gestaltet werden. Die Urlaubsplätze waren zeitlich begrenzt und die
Urlauber mussten ihre Handtücher, Lebensmittelkarten und Bestecke selbst mitbringen.
1950 war Zinnowitz wieder ein Badeort der sich sehen lassen konnte und man ging dazu über veraltete
Hotels zu sanieren, die Promenade zu bepflanzen, das Lichtspielhaus und die Konzerthalle herzurichten, um
noch mehr Besucher anzulocken.
Pünktlich zur 100-Jahr-Feier war die Seebrücke soweit wieder hergestellt das man einen Seesteg betreten
konnte. 1993 wurde die herrliche Strandpromenade mit Gärten zum Sehen, Schmecken, Hören, Fühlen und
Riechen fertig gestellt. Im gleichen Jahr wurde der neue Seesteg auf den Namen „Vineta“ getauft.
Zinnowitz hat heute eine Fläche von 9,04km2 und wächst stetig weiter. Viele Einkaufsmöglichkeiten,
Straßencafés und das kleine komfortable Kino mit Bedienung während den Vorstellungen, laden zum
verweilen ein. Die gute Bahnanbindung der UBB ermöglicht, sich Sehenswürdigkeiten im Umland anzusehen.
Im Sommer sind bis 18 Uhr die Strände wie in jedem Ostseebad überfüllt (danach flüchten alle ins Hotel zum
Essen^^), im Winter lohnen Spaziergänge am Strand, weil man ewig weit keine Menschenseele trifft. Bei
einem heißem Glühwein, den man an der Strandpromenade angeboten bekommt, lässt sich auch das
ungemütliche Wetter gut aushalten.

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>> Zinnowitz, Dezember 2009 / Januar 2010



Quelle: Internetpräsenz der Stadt Zinnowitz